Anspruch auf Entschädigung wegen erfundener Kündigungsgründe

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Versucht ein Arbeitgeber einen missliebigen Mitarbeiter loszuwerden, kann Anspruch auf eine Entschädigung bestehen. Das gilt etwa für den Fall, dass der Arbeitgeber den Angestellten ausspitzeln lässt und versucht, Kündigungsgründe zu erfinden. Das geht aus einem Urteil am Arbeitsgericht Gießen hervor (Az.: 3 Ca 433/17).

Im konkreten Fall hatte eine Altenpflegerin geklagt, die auch stellvertretende Betriebsratsvorsitzende war. Die Heimleitung hatte extra Mitarbeiter eingeschleust, die die Frau u.a. dazu zu bringen sollten, Alkohol am Arbeitsplatz zu trinken, um sie rauswerfen zu können.