Boostern gegen vierte Covid-19-Welle

Sächsische Impfkommission empfiehlt Booster-Impfungen für alle ab 18 Jahre

Nach der neuesten Empfehlung der Sächsischen Impfkommission (SIKO) zum 1. November 2021 sind Auffrischungsimpfungen ohne Einschränkung für alle Menschen ab 18 Jahre möglich. Frühestens sechs Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung kann demnach eine so genannte Booster-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff verabreicht werden. Neueste Daten belegen demnach eindrucksvoll eine Risikoreduktion für alle Altersgruppen. Gemäß dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz sind Auffrischungsimpfungen in Sachsen grundsätzlich seit schon September 2021 möglich. Die Auffrischungsimpfungen werden zuerst vor allem in vollstationären Dauerpflegeeinrichtungen durchgeführt. Hier koordiniert die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen den Einsatz von niedergelassenen Ärzten. Die Booster-Impfung kann nach Empfehlung der SIKO nach ärztlichem Ermessen parallel mit der saisonalen Grippeschutzimpfung verabreicht werden.

Die SIKO empfiehlt grundsätzlich allen Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren eine Impfung gegen das Coronavirus. Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) hat sich im August für Coronaschutzimpfungen für alle Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren ausgesprochen. Eine ärztliche Aufklärung (auch der Eltern) wird sichergestellt. Für Kinder unter 12 Jahren ist aktuell noch kein Impfstoff zugelassen.

Ebenfalls wird allen ungeimpften Schwangeren ab dem 2. Trimenon und ungeimpften Stillenden eine Impfung gegen COVID-19 empfohlen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat im September eine Impfempfehlung gegen das Coronavirus für bisher ungeimpfte Schwangere und Stillende ausgesprochen. Die SIKO hatte eine entsprechende Empfehlung bereits im Mai veröffentlicht. Die STIKO empfiehlt mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs im Abstand von drei bis sechs (Biontech) bzw. vier bis sechs Wochen (Moderna). Wenn die Schwangerschaft nach der Erstimpfung festgestellt wurde, sollte die Zweitimpfung erst ab dem 2. Trimenon erfolgen.

Generell wird allen Bürgerinnen und Bürgern ab vollendetem 12. Lebensjahr eine Impfung gegen COVID-19 empfohlen. Es gibt nur sehr wenige medizinische Gründe, weshalb sich jemand dauerhaft oder vorübergehend nicht gegen COVID-19 impfen lassen kann. Personen mit Immundefizienz können zwar geimpft werden, möglicherweise ist die Impfung bei ihnen aber weniger wirksam. Die Impfung immundefizienter Personen ist jedoch besonders wichtig, da sie ein erhöhtes Risiko für schwere COVID-19-Verläufe haben. Ihnen wird daher etwa sechs Monate nach der Grundimmunisierung zu einer Auffrischungsimpfung geraten.

Quelle: Sächsisches Sozialministerium