Information zu Sprengstofffund

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Information zu Sprengstofffund

Aufklärung zur Auffindesituation

Bei Umbauarbeiten in der Chemnitzer Messe fand ein Angestellter einen blockartigen Gegenstand in der Größe von circa zwei Zigarettenschachteln, welchen er als potenziellen Explosivstoff erkannte. Der Mann nahm Verbindung zur Polizei auf, welche den Block in sichere Verwahrung nahm und an die zuständigen Spezialisten des Landeskriminalamtes übergab.

Über die auf dem Block erkennbare Beschriftung konnte der Explosivstoff den Übungsbeständen des Landeskriminalamtes zugeordnet werden.

Der hier in Rede stehende Block PETN* wurde im Jahr 2020 nachvollziehbar für eine in der Chemnitzer Messe erfolgte Schulung der Sprengstoffsuchhunde der sächsischen Polizei verwendet und war, wahrscheinlich durch die Absuche der Hunde bedingt, hinter ein Regal gefallen. Trotz einer fotografischen Dokumentation der präparierten Verstecke für die Übung, wurde beim Einsammeln des Übungsmaterials der Verlust des Blockes nicht festgestellt.

Da es sich bei PETN* um einen äußerst handhabungssicheren Explosivstoff handelt, welcher nur über spezielle Sprengkapseln gezündet werden kann, bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung (siehe Erläuterung zu PETN*)!

Der Sachverhalt wird bereits intern aufgearbeitet und hat nachfolgend Konsequenzen bei der Durchführung der regelmäßig notwendigen Unterstützung der Übungen mit den Diensthunden der Polizei. Eine Straftat liegt nicht vor.

Für den Umgang mit Explosivstoffen bei Übungen sind ausschließlich die Spezialkräfte des LKA zuständig, welche mit Hilfe von sichergestellten Explosivstoffen die Ausbildung der Hunde unterstützen und zu vernichtendes Material extra für derartige Zwecke zeitweilig zwischenlagern.

*PETN: Auch bezeichnet als Nitropenta, Pentrit, Pentaerythrityltetranitrat ist ein besonders in der Industrie und im Bergbau häufig verwendeter Sprengstoff, welcher aber auch als Arzneistoff (Pentalong) in diversen Anwendungen zum Einsatz kommt. Es ist chemisch sehr stabil, unlöslich in Wasser und setzt selbst beim Anbrennen nicht um (explodiert also nicht).

Quelle: www.polizei.sachsen.de/de/MI_2021_85242.htm