• Armut in Athen

    Ein Obdachloser hat sich vor der Bank von Griechenland in Athen zum Schlafen gelegt. Foto: Angelos Tzortzinis

Jeder dritte Grieche ist von Armut bedroht

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Athen (dpa) - In Griechenland waren im Jahr 2017 rund 3,3 Millionen Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht - das entspricht 31,8 Prozent der Bevölkerung.

Das Land liege damit in derselben Ländergruppe wie Bulgarien und Rumänien, berichtete am Samstag die griechische Tageszeitung «Kathimerini» unter Berufung auf aktuelle Zahlen des griechischen Statistischen Amtes. Zum Vergleich: In Deutschland war im selben Jahr laut Statistischem Bundesamt fast jeder Fünfte von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht (19 Prozent).

Der Wert für Griechenland habe sich jedoch verbessert, heißt es bei den Statistikern. So lag er im Jahr 2016 noch bei 34,8 Prozent.

Laut EU-Definition ist ein Mensch armutsgefährdet, wenn er über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung verfügt. Zu den Indikatoren gehören unter anderem Rückstände bei Miete, Strom und anderen Rechnungen, aber auch die Möglichkeit, sich jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit zu leisten oder auch einmal im Jahr eine Woche Urlaub weg von zu Hause zu machen.