• Fotos: Knut-Michael Kunoth

    Fotos: Knut-Michael Kunoth

Paternoster im Görlitzer Rathaus bleibt vorerst an der Kette - Stadtverwaltung will Gefährdungsanalyse

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Der Pater­noster im Görlitzer Rathaus bleibt vorerst weiter an der Kette. Die Stadt­ver­wal­tung will zunächst auf Nummer Sicher gehen. Der TÜV soll eine Gefähr­dungs­ana­lyse vornehmen. Seit Juni dürfen die Umlauf­auf­züge wieder betrieben werden. Das Gesetz wurde gelockert.

Der neue Passus im Pater­noster-Gesetz ist aber schwammig. Ganz klar sei, dass nichts klar sei, sagte Bürger­meister Michael Wieler gestern im Techni­schen Ausschuss. Der TÜV rät den Görlit­zern zu techni­schen Schutz­maß­nahmen, ein Restri­siko in puncto Sicher­heit aber bleibe. Wenn Benutzer des Pater­nos­ters verun­glü­cken, kann der Hausherr, also der OB, haftbar gemacht werden.

Ironi­scher Zwischenruf eines Stadt­rates: Dann wird wohl bald auch Treppen­steigen an strenge Auflagen gebunden sein.

Der Pater­noster war von 1977 bis 2010 in Betrieb. Benutzer konnten mit dem Aufzug fünf Etagen des Görlitzer Rathauses errei­chen. Er wurde nicht nur von den Mitar­bei­tern und Besuchern genutzt. Der Pater­noster war auch ein Anzie­hungs­punkt für Touristen.

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Reporter Knut-Michael Kunoth