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Pollen- und Allergievorkommen in Deutschland – das sollte vor dem Sommerurlaub berücksichtigt werden

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Sobald die ersten Pflanzen ihre Pollen in und um die Messestadt losschicken, setzen bei vielen Leipzigern Allergiesymptome ein. Hierbei sind die Reaktionen in der Regel umso höher, je mehr Pollen sich in der Atemluft befinden. Gerade im Urlaub sind Allergien sehr lästig und schränken die Freude an den Ferien ein. Mit der richtigen Vorbereitung ist es aber möglich, sich vor Pollenflug und Allergien zu schützen und eine angenehme Reisezeit zu verbringen.

Rund ein Drittel aller Deutschen ist von Allergien betroffen

Eine Untersuchung hat ergeben, dass bei 30% aller Deutschen zwischen 18-79 Jahren schon einmal eine Allergie diagnostiziert wurde. Tendenziell sind Frauen hiervon etwa 50% häufiger betroffen als Männer und auch Kinder können bereits allergische Reaktionen zeigen. Hierzu gehören unter anderem tränende Augen, eine laufende Nase und Atembeschwerden. In den letzten Jahren hat die Zahl der Betroffenen vor allem in den Industrieländern zugenommen. Das liegt unter anderem an einer übertriebenen Hygiene, der Globalisierung der Speisen und Getränke sowie Umweltbelastungen durch Abgase. Aber auch Pollen sind ein Auslöser für Allergien. Hierbei ist die allergische Reaktion zumeist umso höher, je höher die Konzentration der Pollen in der Luft ist.

Allergiker müssen auf den Pflanzenwuchs am Urlaubsort achten

Wer gelegentlich unter allergischen Reaktionen leidet, sollte den Urlaub sehr sorgfältig planen, was die Mitnahme eventueller Medikamente anbetrifft. Besonders wichtig ist es, sich mit den verschiedenen Pflanzen zu beschäftigen, die am jeweiligen Urlaubsort blühen. In den Sommermonaten sind es vor allem Gräser, die zu teils heftigen Reaktionen führen. Allerdings ist es so, dass für die meisten Pollen die Belastung im Sommer deutschlandweit hoch ist. Es ist daher sehr schwierig, einen Urlaubsort zu wählen, in dem gar keine Belastung vorliegt. Trotzdem können gezielt solche Orte ausgewählt werden, in denen Pflanzen, auf deren Pollen der eigene Körper besonders heftig reagiert, nach Möglichkeit nicht wachsen.

Außerdem ist es für Allergiker ratsam, in Regionen zu reisen, in der eine gute Versorgung mit Allergologinnen und Allergologen besteht. Das ist in Deutschland gar nicht so einfach. Trotz der großen Zahl an Betroffenen gibt es hierzulande gerade einmal etwas mehr als 5.000 Ärztinnen und Ärzte, die ausdrücklich eine allergologische Ausbildung genossen haben. Statistisch gesehen kommen also auf eine Medizinerin beziehungsweise einen Mediziner 4.900 potenzielle Patientinnen und Patienten. Da ist es gerade im Urlaub wichtig, eine konkrete Anlaufstelle zu haben, an die man sich bei Problemen wenden kann. Natürlich sind auch die Krankenhäuser in der Lage, eine gute medizinische Versorgung zu bieten, Fachärztinnen und Fachärzte kennen sich aber besonders gut mit der Behandlung von Allergien aus.

Diese Pflanzen lösen in Deutschland verstärkt Allergien aus

Insgesamt sind rund 15 % aller Deutschen gegen Pollen allergisch. Hierbei zeigen sich jedoch teils sehr unterschiedliche Reaktionen. Während einige zum Beispiel verstärkt auf Frühblüher reagieren, haben andere eher mit Pflanzen ein Problem, die im Sommer blühen. Deren Pollenflug ist teils so heftig, dass selbst im November noch Reaktionen zu bemerken sind. Außerdem sind die Reaktionen, die unterschiedliche Menschen auf die Pollen zeigen, teils sehr verschieden. Bei einigen läuft lediglich die Nase, während andere richtiggehend mit Asthma zu kämpfen haben.

In Deutschland sind es vor allem acht Pflanzen, die für allergische Reaktionen verantwortlich sind. Diese sind Ambrosia, Beifuß, Birke, Erle, Esche, Hasel, Roggen und Süßgräser. Ambrosia zählt zu den Korbblütern und hat seine Hauptblütezeit von August bis September. Es ist ein nicht heimisches Gewächs, das zu den aggressivsten aller Kräuterpollen zählt. Ähnliches gilt für Beifuß, dessen Hauptblütezeit von Juli bis August liegt. Die Birken blühen bereits zwischen März bis Mai und lösen teils sehr heftige Reaktionen aus. Im Bereich der Baumpollen treten sie besonders häufig auf und lösen entsprechend viele Allergien aus.

Die Erle zählt ebenfalls zu den Birkengewächsen und blüht von Februar bis April. Sie ist vor allem an Orten mit einer hohen Feuchtigkeit (zum Beispiel Flüsse und Bäche) zu finden und löst zumeist mäßige Reaktionen aus. Demgegenüber zählt die Esche zu den Ölbaumgewächsen und gilt als eine der höchsten Baumarten in Europa. Wie die Birke blüht sie von März bis Mai, doch sie besitzt nur ein mäßiges Allergiepotenzial. Die Hasel hat ihre Hauptblütezeit von Februar bis April, ist ansonsten aber ebenfalls ein Birkengewächs mit mäßigem Allergiepotenzial. Roggen zählt zu den Gräsern und hat von Mai bis Juni ein hohes Allergiepotenzial. Aber auch die Süßgräser blühen in dieser Zeit und haben ein sehr hohes Allergiepotenzial. Das ist besonders dramatisch, da sie deutschlandweit stark verbreitet sind.

So ist es um die Allergien in der Region Leipzig bestellt

In der Region Leipzig sind in den Sommermonaten, wenn die Messestadt in voller Pracht blüht vor allem Pollen von Süßgräsern unterwegs. Gelegentlich tritt noch eine mäßige Belastung durch Roggen auf, doch die ist Ende Juni meist vorbei. Ebenfalls stark vertreten in der Region sind Ampfer und Wegerich, deren Pollen häufig eine starke Belastung für Betroffene darstellen. Neben den klassischen Allergieauslösern wie Erlen, Ambrosia und Beifuß sind in der Region noch einige andere Pflanzen vertreten, die zu Allergien führen können. Hierzu zählen zum Beispiel Pappeln, Buchen, Ulmen und Weiden. Wer in der schönen Region Leipzig Urlaub machen möchte, sollte sich auf Pollenbelastungen durch die entsprechenden Pflanzen einstellen.


Fazit: Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich Allergien im Urlaub meiden

Für alle, die unter Allergien leiden, ist es wichtig, sich auf den Sommerurlaub besonders gut vorzubereiten. Es geht darum, stark belastete Regionen zu meiden und immer genügend Hilfsmittel in der Reiseapotheke mit sich zu führen. Außerdem ist es sinnvoll, auf einen Urlaubsort zu setzen, in dem es mindestens einen ausgebildeten Allergologen oder eine Allergologin gibt. Ferner kommt es darauf an, die Pollenflugwarnungen des deutschen Wetterdienstes zu verfolgen und zu berücksichtigen. Auf diese Weise ist es möglich, sich vor einer zu starken Belastung zu schützen. Durch eine solche Vorbereitung treten Allergien in der Urlaubszeit nicht so stark auf und die Ferienzeit macht besonders viel Freude.