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Radfahrer trifft keine Mitschuld bei Unfall auf übersichtlichen Strecken

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Laut Straßenverkehrsordnung dürfen Radfahrer, nur so schnell fahren, dass sie auf einer schlecht einsehbaren Strecke vor einem Hindernis rechtzeitig abbremsen können. Kommt es jedoch auf einem übersichtlichen Weg durch ein ungewöhnlich schwer erkennbares Hindernis zu einen Unfall, trifft den Radfahrer grundsätzlich keine Mitschuld – egal wie schnell er war. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Im konkreten Fall wurde einem Mountainbiker Schadenersatz zugesprochen. Er war auf einem Feldweg über einen gespannten Stacheldraht gestürzt.

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 23.04.2020, Az. III ZR 250/17 u.a.)