RB Leipzig verliert in Wolfsburg

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RB Leipzig muss einen Rückschlag in der Fußballbundesliga verdauen. Am Samstagnachmittag kassierten die Roten Bullen in Wolfsburg eine 0:1-Niederlage. Es ist die erste Pleite für die Leipziger seit dem ersten Spieltag. Vor 22.832 Zuschauern in Wolfsburg erzielte Jerome Roussillon den einzigen Treffer.

Für Leipzig-Trainer Ralf Rangnick ging damit eine persönliche Negativserie weiter: Als Trainer gewann der 60-Jährige nur sein erstes Spiel in Wolfsburg. Danach folgten einschließlich der Partie am Samstag neun sieglose Spiele mit insgesamt sechs Niederlagen.

Ohne die verletzten Kevin Kampl (Sprunggelenk), Marcel Sabitzer (Wade) und Dayot Upamecano (Knie) sowie dem langzeitverletzten schwedischen Nationalspieler Emil Forsberg (Leiste) blieben die Sachsen lange harmlos. Die erste gefährliche Aktion hatten die Gäste durch einen Pfostenschuss von Diego Demme kurz nach der Pause. Direkt im Anschluss ging Wolfsburg verdient in Führung. Bei einem Konter drückte der starke Linksverteidiger Roussillon den Ball nach Vorlage von Daniel Ginczek über die Linie.

Schon im ersten - ansonsten ereignisarmen - Durchgang hatte Wolfsburg die besseren Möglichkeiten. Die mutige Ausrichtung von Labbadia mit zweieinhalb Spitzen mit Ginczek, Wout Weghorst und Admir Mehmedi dahinter wurde belohnt. Immer wieder kam der VfL mit Vertikalpässen hinter die Abwehrkette der Leipziger.

RB-Keeper Peter Gulasci parierte zunächst nach einer Viertelstunde klasse gegen John Anthony Brooks und Ginczek jeweils aus nächster Distanz. Und nach knapp einer halben Stunde vergab erneut Ginczek kläglich nach toller Vorarbeit von Maximilian Arnold. Mehr geschah im Duell der von Traditionalisten besonders verachteten, da von Groß-Unternehmen subventionierten Clubs lange nicht.

Rangnick versuchte es nach dem Rückstand noch mit der Hereinnahme von Angreifer Jean-Kevin Augustin für Abwehrmann Marcel Halstenberg und brachte später in Matheus Cunha noch einen weiteren Angreifer. Vor dem internen Red-Bull-Duell in Salzburg am Donnerstag in der Europa League gingen die Gäste jedoch auf dem Platz nicht zu sehr ins Risiko. Vor allem das Offensivspiel der zuletzt so formstarken Sachsen blieb phlegmatisch.