Sachsens Sportler des Jahres sind gekürt

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Autor: dpa

Dresden -

Jetzt ist Eric Frenzel auch in Sachsen einsame Spitze. Der 30 Jahre alte Nordische Kombinierer vom SSV Geyer gewann zum fünften Mal nacheinander die Wahl zu Sachsens Sportler des Jahres und überholte damit die viermaligen Gewinner Jens Weißflog und Lars Riedel. Seit 2014 entschied Frenzel, dreimaliger Olympiasieger, fünfmaliger Weltmeister und fünfmaliger Gesamtweltcupsieger, auch die Landeswahl nun für sich.

Für Wasserspringerin und Europameisterin Tina Punzel war es hingegen das erste Mal, die 23-Jährige vom Dresdner SC gewann bei den Frauen, das Bobteam um den zweimaligen Pyeongchang-Olympiasieger Francesco Friedrich bei den Mannschaften.

Als Trainer des Jahres wurde am Samstagabend auf der Sächsischen Sportgala in Dresden Gerd Leopold ausgezeichnet. Der Bundesstützpunkttrainer der sächsischen Bobteams trage seit über zehn Jahren «mit seiner Arbeit maßgeblich dazu bei, dass reichlich Edelmetall aus den Eisrinnen dieser Welt in den Freistaat Sachsen geholt wird», hieß es in einer Mitteilung.

Frenzel erhielt in einer landesweiten Umfrage, an der sich rund 8000 Sportfans beteiligt hatten, sowie dem Votum sächsischer Sportjournalisten 31,5 Prozent der Stimmen. Er landete damit klar vor dem Slalom-Kanuten Franz Anton (17,8). Dritter wurde Skispringer Richard Freitag (11,5).

Bisher lag Frenzel bei der Landeswahl nach Siegen gleichauf mit dem ehemaligen Skispringer Weißflog und dem früheren Diskuswerfer Riedel. Mit seinem fünften Erfolg hat er beide nun hinter sich gelassen und neue Maßstäbe gesetzt.

Europameisterin Punzel bekam 20,2 Prozent der Stimmen und damit 0,7 Prozent mehr als Kanutin Tina Dietze. Dritte wurde Kugelstoßerin Christina Schwanitz (16,2). Das Bobteam setzte sich mit 27,6 Prozent gegen die Volleyballerinnen des Dresdner SC (14,5) durch. Die Bundesliga-Fußballer von RB Leipzig kamen auf den dritten Rang (13).

«Unsere Sportler des Jahres haben 2018 mit hervorragenden Leistungen überzeugt und das kleine, starke Sportland Sachsen sehr erfolgreich auf dem internationalen Parkett vertreten», sagte der Präsident des Landessportbundes Sachsen, Ulrich Franzen. Die ausgezeichneten Athletinnen und Athleten seien durch «ihre Zielstrebigkeit, ihren Fleiß und ihr beispielhaftes Auftreten in und außerhalb der Sportarenen» vor allem für den sportlichen Nachwuchs große Vorbilder und Identifikationsfiguren für viele Menschen in Sachsen.