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Nach Hochhausabriss vor 20 Jahren in Mockau: LWB baut dort jetzt sieben Häuser

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An der Samuel-Lampel-Straße in Leipzig-Mockau wurde am Donnerstag der Grundstein für gleich sieben neue, fünf- bis siebengeschossige Häuser gelegt. Bauherr ist die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB). Das Besondere: Vor fast genau 20 Jahren hatte die LWB hier an gleicher Stelle einen 16-Geschosser mit 132 Wohnungen wegen Leerstands abgerissen, wie Geschäftsführerin Doreen Bockwitz erzählte.

Doch die Zeiten ändern sich: Nun werden in der Messestadt überall dringend bezahlbare Wohnungen benötigt. Deshalb investiert die LWB nun mit Fördermitteln von EU, Bund und Freistaat insgesamt rund 30 Mio. Euro, um günstigen Wohnraum zu schaffen. 

Es entstehen 100 Ein- bis Fünf-Raum-Wohnungen. Sie sollen Mitte nächstes Jahres fertig werden. Insgesamt werden im dritten Quartal 2025 voraussichtlich etwa 300 Menschen einziehen können, hieß es. Durch die vielen Förderungen können die Wohnungen mit einer Kaltmiete von nur 6,50 Euro pro Quadratmeter angeboten werden.

Staatsministerin Barbara Meier sprach von einem „Missverhältnis von Zuzug und Wohnungsbau“ der letzten fünf Jahre in Leipzig. Und das die Stadt noch vor großen Aufgaben stehe: Bis 2040 werde Leipzig voraussichtlich um weitere 50.000 Einwohner wachsen. „Preiswerter Wohnraum geht aber nur durch Förderungen.“ Faktoren wie Inflation oder Krieg hätten die Baupreise explodieren lassen.

Leipzigs Baubürgermeister Thomas Dienberg rief den Freistaat dazu auf, noch mehr Gelder für den sozialen Wohnungsbau in Leipzig bereitzustellen.