1100 Biker protestieren in Dresden gegen drohende Fahrverbote
Rund 1100 Motorradfahrer haben am Sonntag in Dresden gegen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen sowie weitere Beschränkungen protestiert. Anfangs fuhren sie bei Regen durch die Dresdner Innenstadt, später hellte sich der Himmel auf. Nach Angaben von Mitorganisator Klaus-Dieter Lindeck sind weitere Aktionen geplant. Die Biker protestieren gegen Pläne des Bundesrates zur Reduzierung von Motorradlärm.
Hintergrund ist eine Entschließung des Bundesrates, nach der sich die Bundesregierung bei der EU-Kommission für schärfere Vorgaben bei der Zulassung und dem Betrieb von Motorrädern einsetzen soll. So ist neben dem Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen vorgesehen, neu zugelassene Motorräder auf maximal 80 Dezibel zu begrenzen. Das entspricht in etwa der Lautstärke eines elektrischen Rasenmähers.
„Das ist angesichts einiger weniger schwarzer Schafe eine nicht zu akzeptierende Diskriminierung einer gesamten Branche“, hatte Lindeck vor wenigen Tagen erklärt. Er ist im Harley-Davidson Dresden Chapter organisiert. In Deutschland drohe ein Flickenteppich von Verbotszonen. Die geplanten Maßnahmen seien eine Ungleichbehandlung gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern. Bestehende Gesetze ermöglichten es schon heute, Lärmüberschreitungen zu ahnden.