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15-Jährige aus Sachsen vermisst - Auf dem Weg zum IS?

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In Sachsen gibt es mögli­cher­weise einen dritten Dschi­ha­disten-Fall. Die Eltern einer vermissten 15-Jährigen aus Pulsnitz (Landkreis Bautzen) äußerten im Fernseh­sender RTL den Verdacht, dass sich ihre Tochter der Terror­miliz IS anschließen wolle. Die Staats­an­walt­schaft Görlitz bestä­tigte, dass die Schülerin Anfang Juli nach Istanbul geflogen sei, wo sich ihre Spur verliere. Sie werde nun über eine inter­na­tio­nale Fahndungs­da­ten­bank gesucht. „Ich hoffe, dass sie noch in der Türkei ist und dass sie uns helfen können, sie da wieder rauszu­holen“, sagte die Mutter.Wie schon im Fall zweier junger Männer aus Dippol­dis­walde (Osterz­ge­birge), die 2014 in den „Heiligen Krieg“ ziehen wollten, übernahm das sächsi­sche Landes­kri­mi­nalamt (LKA) die Ermitt­lungen.„Es ist leider so, dass sie von irgend­je­mand geworben worden ist und eine richtige Gehirn­wä­sche gekriegt hat“, sagte die Mutter. Dem Bericht zufolge hatte das Mädchen über Facebook Kontakt zu Islamisten aufge­nommen. Seither habe sie sich gewan­delt, den Koran gelesen, keine Haut mehr zeigen und mit Kopftuch zur Schule gehen wollen.Einer der mutma­ß­li­chen Dschi­ha­disten aus Dippol­dis­walde muss sich demnächst vor Gericht verant­worten. Der 22-Jährige soll Bezie­hungen zu einer terro­ris­ti­schen Verei­ni­gung aufge­nommen zu haben, „um sich in der Begehung einer schweren staats­ge­fähr­denden Gewalttat unter­weisen zu lassen“. (DPA)