• Symbolbild © Sebastian Willnow dpa

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30-Jähriger nach Silvester-Ausschreitungen in Connewitz aus U-Haft entlassen

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Ein 30 Jahre alter Mann, der nach den Silvester-Ausschreitungen im Leipziger Stadtteil Connewitz in Untersuchungshaft saß, ist am Mittwoch aus der Haft entlassen worden. Gegen Auflagen sei der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt worden, sagte Ricardo Schulz, Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig, der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage.

«Sollte der Beschuldigte gegen die erteilten Auflagen verstoßen, wird die Staatsanwaltschaft beantragen, den Haftbefehl gegen den Beschuldigten wieder in Vollzug zu setzen», so Schulz. Mit der Entscheidung kam ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Leipzig einem für Donnerstag angesetzten Haftprüfungstermin zuvor.

Die Ermittlungen gegen den 30-Jährigen dauerten dennoch an, so Schulz. Der Mann soll Polizisten in der Silvesternacht tätlich angegriffen und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte geleistet haben. Zudem wird wegen Gefangenenbefreiung und vorsätzlicher Körperverletzung ermittelt.

Zwei Männer im Alter von 29 und 32 Jahren sitzen nach den Ausschreitungen weiterhin in Untersuchungshaft. Ein Mann wurde in einem beschleunigten Verfahren bereits zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Der 27 Jahre alte Straßenkünstler hatte zugegeben, einem Polizisten ein Bein gestellt zu haben.

Insgesamt führt die Staatsanwaltschaft 15 Ermittlungsverfahren: eines gegen Unbekannt wegen versuchten Mordes an einem Polizisten sowie ein weiteres gegen Unbekannt wegen Landfriedensbruchs. Ein Polizist wurde in der Silvesternacht nach Polizeiangaben schwer verletzt. (dpa)