5.000 Menschen bei Demo für Weltoffenheit - Noch kein grünes Licht für Legida-Proteste am Mittwoch
In der Innenstadt haben am Montagabend rund 5.000 Menschen für ein weltoffenes Leipzig und gegen Fremdenfeindlichkeit demonstriert. Nach dem Friedensgebet in der Nikolaikirche zogen sie über den Ring zum Augustusplatz. Dort gab es noch eine Abschlusskundgebung, mit dabei waren unter anderem Oberbürgermeister Burkhard Jung und Uni-Rektorin Beate Schücking. Pegida ruft Demonstranten auf nach Leipzig zu fahrenLeipzig rückt unterdessen nach der Absage aller für Montag geplanten Demonstrationen in Dresden in den Fokus der Protestler. So rufen die Pegida-Organisatoren auf, am Mittwoch in die Messestadt zu kommen. Aber auch der Gegenprotest erhält immer mehr Zulauf.Gegenproteste für Mittwoch in PlanungInsgesamt soll es etwa zehn Aufzüge geben, die sich gegen den geplanten Legida-Aufmarsch stellen wollen. Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ hat unterdessen zu einer Sitzblockade aufgerufen. Polizei, Ordnungsamt und Legida-Organisatoren arbeiten seit dem Montagvormittag an einem Sicherheitskonzept für Mittwoch – bisher legen jedoch keine Gründe vor, die Demos abzusagen. Die Dresdner Polizei hatte alle angekündigten Kundgebungen gestern aus Sicherheitsgründen verboten. Der Ableger des Dresdner Pegida-Vereins will an diesem Mittwoch über den Leipziger Ring marschieren - dem historischen Ort der Montagsdemonstrationen 1989. Ob und in welchem Umfang diese Proteste stattfinden können, will die Stadt am Dienstag mitteilen.