- Zuletzt wurde auf dem Abschnitt kräftig rangeklotzt.
A72 diese Woche erstmals durchgängig befahrbar - gefeiert wird das aber nicht
Laaange hat´s gedauert. So lange, dass es mittlerweile wohl schon gar kein Grund mehr zum Feiern ist ...
In dieser Woche soll die A72 südlich von Leipzig erstmals überhaupt auf einer durchgängig fertigen Fahrbahn freigegeben werden - die in Richtung Leipzig. Der Abschnitt zwischen Rötha und Zwenkau wird fertig. Ab Donnerstag (15. Oktober) rollt der Verkehr einspurig in jede Richtung, wie uns Julia Grotjahn, die Sprecherin der Autobahngesellschaft, erklärt hat. Deshalb gelte dort auch erstmal weiter ein Tempolimit von 60 km/h.
Währenddessen soll auf der anderen Seite in Richtung Chemnitz weitergebaut werden. Hier fehlen noch Lärmschutzwende und Flüsterasphalt auf der Fahrbahn. Außerdem soll noch ein Parkplatz mit Toilettenanlage entstehen - zwischen den Anschlussstellen Zwenkau und Rötha. Wirklich komplett fertig werden soll die A72 dann im Spätsommer 2027 (3. Quartal) - wenn das Wetter mitspielt …
Gefeiert wird die Freigabe diese Woche übrigens nicht, hieß es auf Nachfrage. Man habe schon 2023 mit Ministerpräsident Michael Kretschmer gefeiert und diesmal sei das nicht vorgesehen. Nächstes Jahr zur Fertigstellung sollen dann aber wieder die Korken knallen. Also wenn alles fertig wird. So ganz sicher mag man ja noch gar nicht daran glauben.
Bisher kein Ergebnis zu Bodenwellen auf A72 bei Borna
Während die Arbeiten auf der A72 auf die Zielgerade gehen, gibt es etwas südlicher bei Borna noch Unklarheiten. In den letzten Monaten hat die Autobahngesellschaft dort Untersuchungen zu den aufgetauchten Bodenwellen gemacht. Dafür wurde alle 100 Meter bis zu 30 Meter tief gebohrt, um Proben zu entnehmen. Die Ergebnisse dazu würden aber noch nicht vorliegen.
„Durch die besondere Lage im ehemaligen Tagebau ergibt sich auch ein erhöhter Erkundungsumfang mit einer längeren Erkundungszeit“, erklärt Grotjahn. Erst wenn die Ergebnisse vorliegen würden, könne man das weitere Vorgehen planen. Vermutlich stehen dort in den kommenden Jahren größere Bauarbeiten an.
