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A9-Busbrand: Trauergot­tesdienst in Dresdner Frauenkirche

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Für die Opfer des Busun­glücks von der A 9 ist am Samstag ein Trauer­got­tes­dienst in Dresden geplant. Nach unseren Infor­ma­tionen soll in der Unter­kirche der Frauen­kirche an die 18 Todes­opfer erinnert werden. In dem Gottes­haus soll auch für Angehö­rige, Freunde und die 30 Verletzten gebetet werden. Aktuell werden noch zehn Verletzte in Kranken­häu­sern behan­delt, teilte das sächsi­sche Sozial­mi­nis­te­rium mit.Der Dresdner Oberbür­ger­meister Dirk Hilbert sagte gegen­über unserem Sender: "Am Samstag wird es einen Trauer­got­tes­dienst in der Unter­kirche der Frauen­kirche geben. Es macht uns sehr betroffen, dass so viele Menschen bei dem Busun­glück ums Leben gekommen sind. Auch zwei Dresdner Familien waren darunter. Wir wollen gemein­schaft­lich mit Vertre­tern des Freistaates und der Kirche den Opfern gedenken." Der Trauer­got­tes­dienst in den Gewöl­be­räumen des Gottes­hauses ist für 14:30 Uhr geplant. Eine Sprecherin der Stiftung Frauen­kirche bestä­tigte uns den Termin am späten Mittwoch­nach­mittag.Die Andacht werde von Landes­bi­schof Dr. Carsten Rentzing und Domdekan Klemens Ullmann gestaltet, hieß es. Ebenfalls wirken General­su­per­in­ten­dent Martin Herche, Frauen­kir­chen­pfarrer Sebas­tian Feydt und Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich mit. Die sächsi­sche Staats­kanzlei teilte auf unsere Anfrage mit: "Für die Angehö­rigen der Opfer, für die Verletzten und Betrof­fenen, sowie für alle, die gemeinsam den Opfern und Verletzten gedenken wollen, wird gerade eine Andacht durch die Kirchen im Zusam­men­wirken mit der Staats­kanzlei vorbe­reitet." Eine Trauer­be­flag­gung werde aber nicht angeordnet, hieß es.Bei dem Busun­glück am Montag­morgen waren nach SZ-Informationen neben den Dresdnern auch Menschen aus Pirna, Stolpen, Königstein und Heidenau ums Leben gekommen. Auch in Hoyerswerda und Weißwasser wird um Verstorbene getrauert. Der Reisebus aus Löbau war auf dem Weg nach Verona am Gardasee. Bei Münchberg in Oberfranken war der mit 48 Personen besetzte Bus auf einen langsamer vorrausfahrenden LKW aufgefahren und sofort in Flammen aufgegangen. Zur genauen Ursache ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft in Oberfranken. "Hier steht jetzt so viel Arbeit an", sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch in Bayreuth. Vor allem Sachverständige seien am Zug, um die Unfallursache zu klären. (as/rr/sh)