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Acht Jahre für Wiederaufbau der abgefackelten Grundschul-Turnhalle in Leipzig?

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Die Mühlen der deutschen Bürokratie mahlen langsam. In dem Fall aber offenbar besonders langsam: Erst 2030 soll die Turnhalle der 100. Grundschule in Leipzig-Grünau nach einem Brand im Jahr 2022 wieder stehen! Wie bitte?

Eine Gruppe von Eltern kann das auch nicht verstehen und kämpft nun für einen beschleunigten Wiederaufbau. Denn der Start für den Neubau sei laut 26. Sachbericht zur Umsetzung von Baumaßnahmen in Schulen erst für 2027 vorgesehen, wie der Leipziger Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann (Linke) jetzt erklärt. Die Fertigstellung dem Bericht zufolge sogar erst 2030!

Pellmann: „Der Ärger der Elternschaft ist mehr als verständlich.“ Deshalb drücken die Linken nun aufs Tempo. Sie fordern ein beschleunigtes Verfahren und wollen das nächste Woche per Beschluss im Stadtrat durchsetzen. Bis Mai solle Oberbürgermeister Burkhard Jung dem Rat einen neuen Zeitplan vorlegen.

„Eine funktionierende Sporthalle ist doch das Mindeste, was wir Kindern und Jugendlichen im Schulalltag bieten müssen“, ergänzt Linken-Stadtrat Dr. Adam Bedarsky. „Auch die Sportvereine, die die Halle bis zum Brand regelmäßig genutzt haben, sind auf den zügigen Wiederaufbau angewiesen.“

 

Audio:

Stadtrat Dr. Adam Bedarsky (Linke)
Die Fraktion der Linken im Leipziger Stadtrat drängt auf einen schnelleren Wiederaufbau der abgebrannten Grundschul-Turnhalle (100. Grundschule) in Leipzig-Grünau.