Achtung Wildschweine! Polizeiwarnung für A4 und A17
Seit dem 24. Oktober registriert die Polizei an der Abfahrt Wilsdruff (A4) sowie der Abfahrt Dresden-Prohlis (A17) eine besorgniserregende Zunahme von Wildunfällen. An beiden Ausfahrten wurden bislang jeweils drei Vorfälle gemeldet, die auf den Wechsel größerer Wildschweinrotten zurückzuführen sind.
Besonders in den Dämmerungs- und Nachtstunden gelangen immer wieder zahlreiche Tiere auf die Fahrbahnen sowie in den Mittelstreifen. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Wildschweine die bestehenden Wildfangzäune umgehen, indem sie gezielt die Auf- und Abfahrten der Autobahnen nutzen.
Fünf Autos an Massenunfall beteiligt
Einen vorläufigen Höhepunkt erreichte die Unfallserie am Dienstagnachmittag nahe der Abfahrt Dresden-Prohlis. Eine Wildschweinrotte lief vom Mittelstreifen aus überraschend auf beide Richtungsfahrbahnen und löste eine Karambolage aus.
In Fahrtrichtung Dreieck Dresden-West stießen nacheinander ein Dacia Duster (Fahrer 83), ein Mazda 3 (Fahrerin 33), ein VW Crafter (Fahrer 49) und ein Seat Leon (Fahrerin 32) mit den Tieren zusammen. Auch in der Gegenrichtung kam es zur Kollision: Ein Mercedes Sprinter (Fahrer 43) erfasste eines der Wildschweine. Der 83-jährige Dacia-Fahrer erlitt dabei leichte Verletzungen. Der entstandene Gesamtschaden wird auf rund 25.000 Euro geschätzt.
Verhaltenstipps der Polizei
Angesichts der anhaltenden Gefahr appelliert die Polizei an alle Verkehrsteilnehmer: Fahrzeugführer sollten in den betroffenen Abschnitten der A4 und A17 mit erhöhter Aufmerksamkeit fahren, die Geschwindigkeit vorsorglich reduzieren und stets bremsbereit sein – insbesondere in den Morgen- und Abendstunden.
