AfD und Pegida gemeinsam auf dem Neumarkt
Pegida und die Dresdner AfD üben den Schulterschluss. Erstmals wurden gemeinsame Kundgebungen auf dem Neumarkt abgehalten. Bei Pegida wurde dabei von einem "gemeinsamen Event" gesprochen. Etwa 2200 bis 2400 Teilnehmer zogen laut Forschungsgruppe Durchgezählt durch die Altstadt. Die Dresdner Polizei veröffentlicht seit geraumer Zeit keine Teilnehmerzahlen mehr. Bei zwei Gegendemonstrationen am Neumarkt in Hör- und Sichtweite wurden 120 bis 170 Teilnehmer registriert. Auch die Rostocker Initiative "Storch Heinar" war dabei am Verkehrsmuseum präsent.Auf der Pegida-Bühne wurden die Gemeinsamkeiten mit der AfD betont. Der AfD-Kreischef Günzel sagte später auf dem zweiten Bühnenwagen, der extra aufgebaut wurde, um zu betonen, dass es formal keine gemeinsame Veranstaltung sei: es gebe Unterschiede und Gemeinsamkeit. Er rief als Ziel 51% für die AfD aus. Matthias Scholz von der Jungen Alternative Dresden sagte u.a. "in den Demowagen getrennt, aber in der Sache vereint." Weitere gemeinsame Veranstaltungen wurden angekündigt. Zudem werde ein Gast aus Thüringen demnächst in Dresden erwartet, hieß es, woraufhin die Kundgebungsteilnehmer "Höcke, Höcke" skandierten. AfD-Chefin Frauke Petry hatte sich von Pegida bislang abgegrenzt. Auf dem letzten AfD-Parteitag ist ein Auftritts- und Redeverbot für AfD-Mitglieder bei Pegida von den Delegierten aufgehoben worden.Auf dem Neumarkt wurde bereits am Mittag ein neues Kunstwerk zeitweise aufgestellt, Hintergründe dazu lesen Sie hier. Kabarettist Uwe Steimle hat am Mittag einen knapp zwei Meter hohen Fernsehturm mit Halbmond aufgestellt - er persifliert die Kunstaktionen auf dem Neumarkt und will für den Fernsehturm werben. Gleichzeitig sprach er sich vor mehreren hundert Menschen für Dialog und gegen Gewalt aus.