++ EIL ++

Agrarminister: Milchbauern brauchen bessere Planungs­si­cherheit

Zuletzt aktualisiert:

Die Milch­bauern brauchen nach Ansicht von Sachsens Agrar­mi­nister Thomas Schmidt (CDU) eine bessere Planungs­si­cher­heit. Die Erzeuger sollten die aktuelle Entspan­nung bei den Milch­preisen nutzen, um ihre Markt­po­si­tion zu stärken und die Liefer­be­zie­hungen anzupassen, sagte Schmidt am Donnerstag in Dresden: „Zwar sind die Zeiten ruinöser Preise zunächst vorbei. Doch wir wissen, dass es auch in Zukunft immer wieder erheb­liche Markt­schwan­kungen geben wird.“ Um die negativen Auswir­kungen auf die Milch­preise künftig zu minimieren, müsse man jetzt entspre­chende Instru­mente und Regelungen entwi­ckeln.2015 und 2016 konnten die Milch­preise lange Zeit die Kosten nicht decken, die Erzeu­gern bei der Produk­tion entstehen. Der Tiefpunkt wurde im Mai mit 22,6 Cent pro Kilogramm erreicht. Die Branche bezif­fert den Mindest­preis auf 35 Cent. Im Sommer dieses Jahres lag der Preis bei 38 Cent plus Zuschlägen.Schmidt will sich bei Agrar­mi­nis­ter­kon­fe­renz in der kommenden Woche für eine Räumung der sogenannten Inter­ven­ti­ons­lager für Mager­milch­pulver stark machen. Der Minister möchte, dass der Bund in Brüssel darauf drängt. Die Lager dienen dazu, Preis­schwan­kungen auszu­glei­chen. Wenn der Milch­preis unter die Erzeu­ger­preise fällt, kauft die EU Milch­pulver auf, um dem Markt Milch zu entziehen und die Nachfrage wieder nach oben zu treiben. In Zeiten höherer Preise werden die Lager wieder geleert.(DPA)