Angehender Erzieher wegen Kindesmissbrauchs verhaftet

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Die Dresdner Generalstaatsanwaltschaft hat einen 19-jährigen Chemnitzer wegen schweren Kindesmissbrauchs verhaftet. Der Mann, der gerade eine Ausbildung zu Erzieher macht, soll ein einjähriges Kleinkind mehrfach sexuell missbraucht und von den Taten Bilder und Videos ins Netz gestellt haben. Ein Internetdienstleister hatte die Behörden über den Missbrauch informiert, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Tatverdächtigen am 30. Juni 2020 in Chemnitz wurden unter anderem drei Telefone, ein Laptop und weitere Beweismittel sichergestellt. Um insbesondere auch die Identität des Missbrauchsopfers aufzuklären, den genauen Tatort zu ermitteln und weiteres Beweismaterial zu sichern, wurden zwei Wohnungen Dritter in Chemnitz und im Landkreis Mittelsachsen durchsucht. Außerdem fanden Durchsuchungen in den Räumlichkeiten einer Kinderbetreuungseinrichtung in Chemnitz statt.

Durch diese Maßnahmen konnte letztlich die Identität des missbrauchten Kindes eindeutig geklärt werden. Der anfängliche Verdacht, dass die Tat in einer Kinderbetreuungseinrichtung begangen worden sein könnte, hat sich bislang nicht bestätigt. Es liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass ein Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal von Bergisch-Gladbach und den dort ermittelten Spuren zu mindestens 30.000 sogenannten Pädokriminellen besteht. Die Ermittlungen dauern noch an.