++ EIL ++

Angeklagter im Mordprozess bestreitet Vorwürfe

Zuletzt aktualisiert:

Zum Auftakt des Prozesses um den Mord an einem Imbiss­be­treiber aus Döbeln hat der Angeklagte vor dem Landge­richt Chemnitz alle Vorwürfe bestritten. Die Staats­an­walt­schaft wirft dem 32-Jährigen vor, am Abend des 1. November 2011 maskiert in den Laden gekommen zu sein und den 41-Jährigen ohne Vorwar­nung erschossen zu haben. Mit einer Neun-Milli­meter-Pistole soll er aus kurzer Distanz drei Schüsse abgegeben haben, die das Opfer in Herz, Hals und Wange trafen. Der Angeklagte sagte: "Ich habe diesen Mann nicht getötet." Er habe mit dem Mord nichts zu tun und in Deutsch­land noch nie eine Schuss­waffe in der Hand gehabt. Der 32-Jährige war vier Monate nach der Tat festge­nommen worden, seitdem sitzt er in Unter­su­chungs­haft. Er kriti­sierte die Staats­an­walt­schaft dafür, eine Verneh­mung im Gefängnis durch Polizei und Landes­kri­mi­nalamt nicht zugelassen zu haben. Er habe damit die Ermittler auf die Spur des wirkli­chen Täters bringen wollen, ließ er einen seiner beiden Vertei­diger erklären. Laut Anklage gab es einen Komplizen, der sich jedoch dem Zugriff durch die Ermittler durch die Rückkehr in sein Heimat­land Irak entzogen haben soll. Bis Ende November sind zehn weitere Verhand­lungs­tage angesetzt, mehr als 40 Zeugen sollen angehört werden.