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  • Am Tag nach der Tat legten viele Leipziger gegenüber der Zufahrt, durch die der Amokfahrer in die Innenstadt raste, Blumen ab.

Anklage gegen Leipziger Amokfahrer erhoben - das wird ihm vorgeworfen

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Knapp vier Monate nach der Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den 33-jährigen Jeffrey K. erhoben. Das meldete vorhin die LVZ. Das Landgericht wollte dies nicht bestätigen, aber unseren Informanten zufolge sind die Informationen der Zeitung weitestgehend richtig.

Dem Beschuldigten wird Mord in zwei Fällen sowie versuchter Mord in 85 Fällen vorgeworfen. Eine Frau (63) aus Oberfranken und ein Mann (77) aus Leipzig starben. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter das Ziel hatte, möglichst viele Menschen zu töten und schwer zu verletzen. Im Zentrum des kommenden Prozesses steht dabei das Gutachten zur Schuldfähigkeit des Mannes. Ein Termin für die Verhandlung vor der 16. Strafkammer des Landgerichts steht derzeit noch nicht fest.

Das Motiv soll im persönlichen Bereich liegen. Hinweise auf ein religiöses oder politisches gibt es bisher nicht. K. war am 4. Mai kurz vor 17 Uhr mit seinem VW Taigo vom Augustusplatz aus mehrere 100 Meter durch die Fußgängerzone der Grimmaischen Straße gefahren. Wir hatten bereits kurz nach der Amokfahrt als erstes Medium darüber berichtet, weil uns Augenzeugen davon berichteten.