++ EIL ++

Anklage nach Zugunglück in Bad Lausick

Zuletzt aktualisiert:

Nach dem verhee­renden Zugun­glück mit fünf Schwer­ver­letzten in Bad Lausick im September hat die Staats­an­walt­schaft Anklage gegen den mutma­ß­li­chen Verur­sa­cher erhoben. Dem 29-Jährigen wird gefähr­li­cher Eingriff in den Bahnver­kehr und fahrläs­sige Körper­ver­let­zung in 20 Fällen vorge­worfen.  Laut Staats­an­walt­schaft war der Mann am 20.09.2011 am Bahnüber­gang Lauter­bach auf einen PKW aufge­fahren und hatte diesen dadurch auf die Gleise geschoben. Dem Angeklagten gelang es zusammen mit anderen Personen, den 64-jährigen Fahrer aus dem Auto zu ziehen, bevor der Zug hinein krachte. Der Regio­nal­ex­press entgleiste, ein Waggon stürzte um. Über 20 Personen wurden verletzt, fünf von Ihnen schwer. Nach bishe­rigen Schät­zungen entstand ein Schaden von knapp 4,5 Millionen Euro. Der Angeklagte hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Bei einer Verur­tei­lung vor dem Amtsge­richt in Grimma drohen ihm bis zu drei Jahre Haft. Einen Verhand­lungs­termin gibt es aller­dings noch nicht.