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Anklageschrift verlesen - Prozess gegen Unister-Manager vor dem Landgericht Leipzig

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Drei frühere Manager des Internet-Unter­neh­mens Unister stehen von Mittwoch an vor dem Leipziger Landge­richt. Ihnen wird Steuer­hin­ter­zie­hung und Compu­ter­be­trug vorge­worfen. Am ersten Prozesstag wurde die 48 Seiten lange Ankla­ge­schrift verlesen. Gut vier Jahre ist es her, dass Fahnder des LKA die Unister Geschäfts­räume durch­suchten. Damals klickten bei 3 Managern die Handschellen, sie wurden  gegen eine Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt . Das einstige Internet-imperium geriet ins Trudeln. Dann starb der Firmen­gründer Thomas Wagner vergan­genen Sommer bei einem myste­riösen Flugzeug­ab­sturz in Slowe­nien. Der Tod Wagners belastet nun auch den Straf­pro­zess. Die Richter werden daher genau klären müssen, wer bei dem Unter­nehmen welche Entschei­dungen getroffen hat. Die Ermittler werfen den ehema­ligen Unister-Managern vor, Kunden in mehr als 87.000 Fällen durch das sogenannte Runter­bu­chen betrogen zu haben. Den Ticket­käu­fern seien dadurch Preis­vor­teile vorent­halten worden. Die Staats­an­walt­schaft geht von einem Gesamt­schaden von 7,6 Millionen Euro aus, so das Landge­richt. In einem 2. Prozess-Komplex geht es um Steuer­hin­ter­zie­hung in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Zunächst wurden für den Prozess 18 Verhand­lungs­tage bis Juni angesetzt.