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Anschlag auf Leipziger Minister-Wohnung: Angeklagter beteuert Unschuld

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Im Verfahren um einen Anschlag auf die Wohnung des sächsi­schen Justiz­mi­nis­ters Sebas­tian Gemkow (CDU) hat einer der beiden Angeklagten seine Unschuld beteuert. „Ich habe mit der mir zur Last gelegten Tat nichts zu tun“, ließ der 30-Jährige am Montag im Leipziger Amtsge­richt seinen Anwalt vortragen. Er sei noch nie in Leipzig gewesen, er kenne nicht den mitan­ge­klagten Verdäch­tigen und zum Zeitpunkt der Tat habe er auch Gemkow nicht gekannt. Der Angeklagte mit deutscher und kirgi­si­scher Staats­an­ge­hö­rig­keit wohnt im nordrhein-westfä­li­schen Mecken­heim, mehr als 513 Auto-Kilometer vom Tatort entfernt. Der andere Angeklagte, ein 30-jähriger Deutscher, äußerte sich nicht zu den Vorwürfen der Staats­an­walt­schaft.  Die beiden Beschul­digten sollen in der Nacht zum 24. November 2015 mit schweren Pflas­ter­steinen Fenster in der Wohnung des Politi­kers in der Leipziger Südvor­stadt einge­worfen und anschlie­ßend mit Butter­säure gefüllte Christ­baum­ku­geln durch die zerbro­chenen Scheiben geschleu­dert haben. Verletzt wurde niemand. Die Ermittler waren aufgrund von DNA-Spuren auf die beiden Verdäch­tigen gestoßen. Mögli­cher­weise sei seine DNA in einem Auto nach Leipzig gelangt, das er zuvor verkauft habe, ließ der deutsch-kirgi­si­sche Angeklagte seinen Vertei­diger erklären.