• Foto: Tele-Lausitz (Danilo Dittrich)

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Megastau auf der A 4 reicht bis Uhyst

Zuletzt aktualisiert:

Megastau, Verzweifelte und keine Entspannung auf der A 4 in der Oberlausitz in Sicht. Im Gegenteil. Der Verkehr staut sich von der Grenze bei Görlitz inzwischen bis nach Uhyst. Das sind knapp 60 Kilometer. Viele Kraftfahrer - meist Polen - sitzen inzwischen 15 Stunden und länger in der Falle. Grund für den Megastau sind die peniblen Grenzkontrollen der Polen. Sie stoppen kurz hinter der Neiße jedes Auto, messen bei den Insassen Fieber, kontrollieren Ausweise – und das dauert. 

Wasser und Tee für die Wartenden

DRK und Malteser verteilten in der Nacht Tee, Kaffee und Mineralwasser an die Wartenden.  In Görlitz wurde für die Gestrandeten Essen gekocht. Helfer brachten die Verpflegung zu den Reisenden. Dabei hatten sie oft Mühe. Denn immer wieder war die Rettungsgasse verstellt. Mitarbeiter der in Görlitz ansässigen Firma Birkenstock gaben Wärmedecken aus. Angehörige des Technischen Hilfswerkes rütelten erschöpfte Lkw-Fahrer wach, damit sie aufschließen, wenn die Karawane mal wieder ein paar hundert Meter weiterrollt war. Andreas Otte, Zugführer beim THW Görlitz, berichtete uns von zwei medizinischen Notfällen berichtet: Eine Frau erlitt offenbar einen Herzinfarkt. Ein weiterer Reisender war unterzuckert.

Das THW zog Autos runter von der Autobahn und lotste  sie an die Grenze. «In Absprache mit den polnischen Behörden haben wir PKW mit Kindern an die Grenze gebracht, damit diese bevorzugt behandelt werden», sagte ein Polizeisprecher.

Situation bleibt kritisch

 Otte rechnet nicht mit einer raschen Entspannung.  Die Polizei lässt den Verkehr durch den Tunnel „Könishainer Berge“ nur blockweise passieren. Damit sollen Staus in der rund dreieinhalb Kilometer langen Betonröhre verhindert werden. Autofahrer sollten unbedingt die Autobahn schon vor Bautzen verlassen und eine Bogen um die A 4 machen.

Audio:

Update Megastau auf der A 4 - 23.15 Uhr Reporter Knut-Michael Kunoth im Gespräch mit Einsatzleiter Peter Seeliger

Reporter Knut-Michael Kunoth im Gespräch mit Andreas Otte, Zugführer des Technischen Hilfswerkes Görlitz