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Autofahrer in Leipzig müssen sich auf vier Großbauprojekte einstellen

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In diesem Jahr wird wieder kräftig in den Ausbau der Leipziger Straßen inves­tiert. Autofahrer müssen sich an vier Stellen auf Umlei­tungen und Staus einstellen. Ab März werden die Prager Straße und die Holzhäuser Straße saniert. Im April beginnen die Arbeiten auf der Georg-Schwarz-Straße. Ab September folgt der Neubau der Plagwitzer Brücke. Sie muss bis Dezember 2018 voll gesperrt werden. Neben dem Bau der Straße werden auch die Gleise und Wasser­lei­tungen saniert. Insge­samt werden fast 30 Millionen Euro inves­tiert.  Die einzelnen Bauvor­haben im Überblick:Prager Straße bekommt neue AmpelAuf der Prager Straße steht in diesem Jahr der letzte Bauab­schnitt zwischen Johannis- und Guten­berg­platz an. Von März bis Dezember 2017 werden Straßen und Gehwege auf einer Länge von 350 Metern saniert. An der Kreuzung Stephan­straße wird ein Unfall­schwer­punkt entschärft – dort soll eine neue Ampel hinkommen. In der Vergan­gen­heit hatte es immer wieder Unfälle mit Straßen­bahnen und Radfah­rern gegeben. Außerdem werden die Gleise saniert. Damit die Straßen­bahnen künftig leiser auf der Prager Straße unter­wegs sind, wird Rasen dazwi­schen verlegt. Die Gesamt­kosten belaufen sich auf 4,69 Millionen Euro. Stadt­aus­wärts sollen Fahrbahn und Straßen­bahn­gleise Anfang August freige­geben werden, stadt­ein­wärts Mitte November.Mehr Infos: www.leipzig.de/prager-strasseHolzhäuser Straße bekommt separate RadwegeDie Holzhäuser Straße wird ab 20. März 2017 zwischen Baumey­er­straße und der Endhal­te­stelle Stötte­ritz grund­haft ausge­baut. Bis Dezember werden Fahrbahnen, Gehwege, Straßen­be­leuch­tung und Wasser­lei­tungen erneuert. Die Straße bekommt separate Radstreifen und Fußgänger sind künftig sicherer unter­wegs – der Fußweg wird bis zur Klein­gar­ten­sparte „Am Kärrn­weg“ verlänger. Außerdem werden die Gleise und vor allem auch die Gleis­schleife in Stötte­ritz saniert. Die Halte­stellen Kolmstraße und die Endhal­te­stelle Stötte­ritz werden barrie­re­frei ausge­baut, damit die Fahrgäste besser von Bus auf Bahn und umgekehrt umsteigen können. Die Gesamt­kosten belaufen sich auf 8,77 Millionen Euro.Mehr Infos: www.leipzig.de/holzhaeuser-strasseGeorg-Schwarz-Straße wird schönerBeim Umbau der Georg-Schwarz-Straße wurden Anwohner und Händler im Vorfeld stark mit einbe­zogen. Ab April wird der Abschnitt zwischen Hans-Driesch und Philipp-Reis-Straße jetzt umgebaut. Bis Dezember 2018 sollen die Arbeiten dauern. Die Straße bekommt separate Radstreifen, neue Lampen und Ampeln. Auch die Gleise werden saniert. Beson­ders nötig haben die General­über­ho­lung aber die Wasser­lei­tungen, die sind schon 100 Jahre alt. Außerdem werden die Plätze an der Junghanß­straße, den Leutzsch-Arkaden und der William-Zipperer-Straße neu gestaltet. Insge­samt inves­tieren die Stadt und ihre Gesell­schaften 11,17 Millionen Euro. Mehr Infos: www.leipzig.de/georg-schwarz-strassePlagwitzer Brücke wird abgerissen Auch der Brückenbau geht in diesem Jahr weiter voran. Mit der Plagwitzer Brücke verschwindet ab September 2017 ein Provi­so­rium aus den 50er Jahren. Für Fußgänger und Radfahrer wird zunächst eine Behelfs­brücke gebaut, dann wird die alte Brücke abgerissen und eine neue gebaut. Dabei fallen die alten Pfeiler weg. Bis Dezember 2018 wird die Plagwitzer Brücke als wichtige Verbin­dungen in den Leipziger Westen gesperrt bleiben. Die Karl-Heine-Straße wird gleich­zeitig zwischen Klingerweg und Erich-Zeigner-Allee erneuert – von Mai 2018 bis Juni 2019. Insge­samt kostet das Vorhaben etwa 10 Millionen Euro. Der Stadtrat muss im März noch zustimmen. Verkehrs­be­triebe schaffen Barrie­re­frei­heitDie Verkehrs­be­triebe kümmern sich weiter darum, dass die Stadt barrie­re­freier wird. Insge­samt fünf Halte­stellen werden in diesem Jahr behin­der­ten­ge­recht umgebaut. Dann werden fast 70 Prozent der Halte­stellen barrie­re­frei sein, laut Technik-Chef Ronald Juhrs eine sehr gute Quote. 2017 stecken die Verkehrs­be­triebe etwa 25 Millionen Euro in ihr Netz. Dabei werden vor allem so genannte „Langsam­fahr­stel­len“ besei­tigt – also Bereiche in denen Busse und Bahnen kaum voran kommen.Leipzig gilt als Vorbild bei der Baupla­nungWenn eine Straße gebaut wird, also einmal aufge­rissen wird, werden meist auch gleich Gleise und Wasser­lei­tungen saniert. Damit das alles reibungslos abläuft, bedarf es einer genauen Planung. Wie Wasser­werke-Chef Ulrich Meyer sagte, gilt Leipzig dabei als Vorbild. "Andere Kommunen haben sich das System bei uns schon abgeschaut", so Meyer.