Bandenmäßig organisierte Scheinehen - Durchsuchungen in Leipzig
Beamte der Bundespolizei und der Polizeidirektion Leipzig sind am Dienstagmorgen gegen bandesmäßig organisierte Scheinehen vorgegangen. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Leipzig wurden von den 60 Einsatzkräften in Leipzig fünf Wohnungen durchsucht. Ermittelt wird gegen acht Verdächtige. Sie sollen sich oder anderen durch Scheinehen Aufenthaltskarten oder andere Bescheinigungen verschafft zu haben. In zwei der Fälle sollen die Verdächtigen Scheinehen gewerbsmäßig organisiert und damit die Schleusung von Ausländern ermöglicht haben, teilten Polizei und Bundespolizei mit. Die Bande kassiere pro Schleusung zwischen 15 000 und 20 000 Euro. Zudem werde gegen meist bulgarische oder rumänische Frauen ermittelt, die mit gefälschten Urkunden sowie fingierten Miet- und Arbeitsverträgen ihren Ehemännern aus Indien oder Pakistan eine Einreise ermöglicht haben sollen. Die Vermittlung von Scheinehen wird laut Polizei als Form der Schleusungskriminalität oft unterschätzt. Die Schleuser strichen dabei erhebliche Gewinne ein. (mit dpa)