Baseballschlägerangriff auf Dulig-Sohn - Prozess vertagt
Der Prozess zum Angriff auf den Sohn von Vize-Ministerpräsident Dulig ist um zwei Wochen vertagt worden. Ein Befangenheitsantrag einer Nebenklägerin muss geprüft werden. Das Gericht hatte eingeräumt, dass private Daten von Johann Dulig fälschlicher Weise an die Verteidiger der drei Angeklagten weitergegeben wurden. Die Männer aus dem Raum Freital müssen sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Sie sollen nach einer Pro-Asyl-Demo im Juni 2015 vor dem ehemaligen Hotel Leonardo in Freital Demonstranten bis zur HEM-Tankstelle in Löbtau verfolgt und mit einem Baseballschläger attackiert haben.Die Angeklagten sollen nach Demo-Ende die Asylbefürworter auf ihrer Heimfahrt mit mehreren Autos verfolgt und dann angegriffen haben. Zunächst haben sie laut Anklage das Auto bedrängt. An der HEM-Tankstelle auf der Tharandter Straße sollen sie dann eine Scheibe des Autos eingeschlagen haben. Dabei wurde ein Insasse verletzt. In dem Auto saß auch der Sohn des SPD-Chefs Martin Dulig.Der Prozess wurde zunächst am Vormittag unterbrochen. Die Nebenklägerin, die Anwältin von Johann Dulig, stellte einen Befangenheitsantrag gegen den vorsitzenden Richter. Sie kritisierte, dass persönliche Daten ihres Mandanten, wie die Adresse oder wirtschaftliche Situation, an die Verteidiger der Angeklagten gegeben wurden. Sie sieht ihren Mandaten dadurch in Gefahr. Der Antrag wird nun geprüft. Am 10. Februar soll der Prozess fortgesetzt werden.