Bericht zu Gohliser Familientragödie liegt vor
Das Leipziger Jugendamt hat dem sächsischen Sozialministerium den geforderten Bericht zum tragischen Tod einer Mutter und ihres kleinen Sohnes vorgelegt. Das sechs Seiten starke Papier soll nun von der zuständigen Fachabteilung ausgewertet werden.Laut eines Sprechers enthalte der Bericht eine Art Chronologie zur Betreuung der drogensüchtigen 26-Jährigen und ihres zweijährigen Sohnes. Mutter und Kind waren Mitte Juni tot in ihrer Gohliser Wohnung gefunden worden. Sozialministerin Christine Clauß hatte den Bericht angefordert, weil sie sehen will, ob Fehler bei der Betreuung der Problemfamilie gemacht worden sind. Unterdessen hat die Obduktion ergeben, dass die Mutter an einer Überdosis gestorben ist und ihr Sohn noch drei Tage danach lebte, bis er verdurstete.