++ EIL ++

Beschäftigte in Naunhof streiken zwei Tage

Zuletzt aktualisiert:

Beschäf­tigte der Stadt Naunhof (Landkreis Leipzig) sind am Mittwoch in einen zweitä­gigen Warnstreik getreten. Sie verliehen damit ihrer Forde­rung nach Einfüh­rung des Tarif­ver­trags für den öffent­li­chen Dienst in der Kommune Nachdruck, wie die Gewerk­schaft Beamten­bund und Tarif­union Sachsen (SBB) mitteilte. Nach dem Austritt der Stadt aus dem Arbeit­ge­ber­ver­band haben die Beschäf­tigten der Kommune seit 1994 keinen Tarif­ver­trag mehr. Der Stadtrat verwei­gert Bürger­meister Volker Zocher (parteilos) die Zustim­mung zur Aufnahme von Verhand­lungen über einen Tarif­ver­trag. „Dass die Kommu­nal­po­litik und damit ein öffent­li­cher Arbeit­geber sich so vehement gegen den Beitritt zu einem Flächen­ta­rif­ver­trag sperrt, wirft kein gutes Licht auf unseren Freistaat“, sagte SBB-Vorsit­zender Gerhard Pösch­mann der Mittei­lung zufolge bei einer Kundge­bung auf dem Markt. Die geringen Löhne in Ostdeutsch­land hätten auch etwas mit der geringen Tarif­bin­dung zu tun. Die öffent­li­chen Arbeit­geber sollten deshalb mit gutem Beispiel voran­gehen und sich nicht gegen Tarif­ver­träge sperren.