++ EIL ++

Bischofswerdaer Fronfeste wird Hospiz

Zuletzt aktualisiert:

Das älteste Gebäude von Bischofs­werda wird gerettet. In der Fronfeste sollen künftig schwerst­kranke und sterbende Menschen auf ihrem letzten Lebens­ab­schnitt begleitet werden. Die Diakonie will das um 1286 erbaute Ensemble sanieren lassen und dann als Hospiz nutzen. Zwölf Betreu­ungs­plätze für sterbende und schwerst­kranke Menschen sollen entstehen. Betreiber ist die gemein­nüt­zige Christ­liche Hospiz­ge­sell­schaft Ostsachsen. Sie übernahm das Gebäude vom Fronfeste-Förder­verein.

Damit bekommt die Oberlau­sitz nach Herrnhut ein zweites statio­näres Hospiz. Diakon Volker Krolzik bezeich­nete die verkehrs­güns­tige Lage und die Nähe zum Kranken­haus von Vorteil. Außerdem habe man bewußt einen Standort in Stadt­lage gesucht. Denn Sterben gehöre zum Leben.

Für Restau­rie­rung, Sanie­rung und Umbau werden knapp fünf Millionen Euro veran­schlagt. Die Planer um Archi­tekt Daniel Neuer wollen möglichst viel histo­ri­sche Baususbstanz retten. So soll der histo­ri­sche Turm der Fronfeste detail­genau restau­riert und dabei der neuen Nutzung angepasst werden. Das gelte natür­lich auch für Propor­tionen und Fassaden, so Neuer. Grund­stücks­teile, die durch jahre­langem Leerstand nicht mehr nutzbar sind, sollen abgerissen werden. Geplant ist auch ein Neubau. Er soll behutsam in das Ensemble einge­fügt werden. Der neue Hausherr der Fronfeste geht davon aus, dass die Bauar­beiten im zeitigen Frühjahr beginnen können. Die Eröff­nung ist im Laufe des Jahres 2019 geplant.

Damit sei eine gute Lösung gefunden worden, sagte der Bischofs­wer­daer Oberbür­ger­meister Holm Große. Er bezeich­nete die Rettung des Gebäu­de­en­sem­bles als Schlüs­sel­pro­jekt in der histo­ri­schen Altstadt. Die im Mittel­alter errich­tete Fronfeste war als Teil der Stadt­be­fes­ti­gung.Später verbü­ßten dort Gefan­gene ihr Strafe. Die Fronfeste gilt als westli­ches Eingangstor zur Bischofs­wer­daer Altstadt.

Die Fronfeste wird zum Tag der offenen Hinter­höfe am 10. September geöffnet. Dann können sich Inter­es­sierte vor Ort über das Bauvor­haben infor­mieren.

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth