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Bornas bekanntester Drogendealer: So kam er in die Stadt

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Er hat die Polizei tagelang auf Trab gehalten: Frank F. (63) war am 21. Juni aus seiner Wohnung in Borna verschwunden. Die Beamten suchten tagelang mit einem Großaufgebot nach dem Drogendealer. Schließlich wurde er in seiner eigenen versiegelten Wohnung entdeckt, in die er offenbar übers Fenster wieder reingeklettert war, um sich dort zu verstecken. An dem Samstag war er abgehauen, weil laut Polizei drei deutsche Männer (33 bis 53 Jahre alt) in seine Wohnung eingebrochen waren. Die Polizei schnappte sie schließlich.

Frank F. sorgte zuvor schon jahrelang für Ärger

Erst vor etwa einem Jahr war der 63-Jährige nach Borna gezogen. Nicht freiwillig: Man hatte ihm dort eine Wohnung in einem Haus besorgt, in der vor allem Alkohol- und Drogensüchtige untergebracht sind. Zuvor hatte er viele Jahre lang auf einem Gartengrundstück zwischen Neunitz und Kaditzsch bei Grimma gehaust. Und auch dort schon jahrelang mit verschiedenen Drogen gedealt: „Hier gingen täglich 20 bis 30 Leute ein und aus“, erinnert sich ein Nachbar der kleinen Gartensparte (etwa 20 Mitglieder). 

F. habe sogar mehrere Parzellen bewirtschaftet. „Anfangs lebte er noch in einer Wohnung in Grimma-West, dann aber ganzjährig und illegal in einem der Gärten.“ Neben seinem Drogengeschäft soll er noch selbstständiger Hausmeistern gewesen sein. Und stolz herum erzählt haben, dass er auch schon mal im Gefängnis gesessen habe. 

Seinen Müll soll er bei Nachbarn im Ort abgeladen haben. Als ihm schließlich der Strom abgestellt wurde, habe es einen Polizeieinsatz gegeben. „Hinterher klemmte er sich einfach illegal wieder ran“, erinnert sich ein Vereinsmitglied.

„Er ist aggressiv und lässt Leute für sich schuften“

Und auch sonst sei der 63-Jährige immer äußerst negativ aufgefallen. „Er war meist aggressiv, hat Leute für sich im Garten arbeiten lassen und sie dabei angeschrien.“ Vermutlich seine besten Kunden, die von ihm abhängig waren. „Sogar seine Betreuerin hatte Angst vor ihm“, erzählt ein anderer. Schließlich kündigte ihm der Gartenverein. Erst so kam der Mann schließlich nach Borna und sorgt dort nun weiter für Ärger ...