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Bosch plant Chipfabrik in Dresden

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Mit einer Chipfa­brik des Autozu­lie­fe­rers Bosch steht dem Halblei­ter­standort Dresden eine weitere Milli­ar­den­in­ves­ti­tion ins Haus. Die Nachricht passe ins "aktuelle Gesamt­bild einer neu am Standort entste­henden Dynamik", sagte der Präsi­dent des Branchen­ver­bandes Silicon Saxony, Heinz Martin Esser, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. In den vergan­genenMonaten hatten bereits Global­foundries und Infineon, die in Dresden ebenfalls Mikro­chips produ­zieren, Inves­ti­tionen teils im Milli­ar­den­be­reich angekün­digt.  Bosch will dpa-Infor­ma­tionen zufolge rund eine Milli­arde Euro in die Chipfa­brik in Dresden inves­tieren. Etwa 700 Arbeits­plätze sollen entstehen. Der Produk­ti­ons­start ist für 2021 vorge­sehen. Einzel­heiten zu dem Projekt wollen Bundes­wirt­schafts­mi­nis­te­rium und der Konzern am Montag bekannt­geben. Nach einem Bericht der Sächsischen Zeitung soll in dem Werk Elektronik für Sensoren produziert werden. Die Produktion ziele auf den Einsatz bei autonomen Automobilen sowie im sogenannten Internet der Dinge, bei dem Maschinen und alle mögliche Technik vernetzt werden. Die Investition wird demnach mit sehr viel Fördergeld unterstützt. Dresden soll sich als Standort gegen harte internationale Konkurrenz durchgesetzt haben - unter anderem gegen New York und Singapur. Esser führte dies auch auf das neue IPCEI-Förder­pro­gramm (Important Projects of Common European Interest) zurück, das ein klares Signal der Bundes­re­gie­rung und der EU sei, "die Mikro­elek­tronik im globalen Wettbe­werb als Schlüs­sel­in­dus­trie für nahezu alle europäi­schen Indus­trie­pro­duk­tionen nachhaltig zu stärken und auszu­bauen". Silicon Saxony bleibe damit der wichtigste europäi­sche Standort für die Produk­tion modernster Mikro­elek­tronik und Halblei­ter­tech­no­logie.Bosch und die Stadt­ver­wal­tung Dresden wollten sich vor dem offizi­ellen Presse­termin am Montag nicht zu den Plänen äußern. "Die Stadt Dresden wird keine Auskunft zu den heutigen Speku­la­tionen geben. Die Betei­ligten werden sich wie bereits bekannt am Montag dazu äußern", erklärt Presse­spre­cher Kai Schulz.