Brisantestes Los: RB Leipzig gegen Spartak Moskau

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Es ist ein Wiedersehen unter schlimmsten Vorzeichen: Domenico Tedesco trifft im Achtelfinale der Europa League mit RB Leipzig auf seinen Ex-Club Spartak Moskau. Das ergab die Auslosung am Freitag in Nyon. Tedesco hatte vor seinem Engagement in Leipzig, das im vergangenen Dezember begann, von Oktober 2019 bis Ende Mai 2021 bei Spartak gearbeitet. Er habe dort sowohl sportlich als auch menschlich eine "sensationelle Zeit" gehabt, hatte Tedesco am Mittwoch bei einer Pressekonferenz betont.

"Es sind viele Freundschaften entstanden, die immer noch Bestand haben. Wir schreiben jetzt noch, wir schreiben auch in den letzten Tagen. Ich verfolge es natürlich und ich hoffe, dass am Ende eine friedliche Lösung herauskommt. Das ist das, was ich mir wünsche." Das war, bevor Russland in die Ukraine einmarschierte.

Wegen des Kriegs wird das Rückspiel, in dem Moskau als gesetzter Gruppensieger eigentlich Heimrecht hat, nicht in der russischen Hauptstadt am 17. März angepfiffen, sondern auf neutralem Boden. Das hatte die UEFA zuvor bekanntgegeben.

Wo dies nun sein wird, war zunächst offen. Auch, wie die weiteren Abläufe für die Festlegung des Spielortes sind. Das Hinspiel ist für dem 10. März in der Red Bull Arena in Leipzig geplant.

Der aktuelle Bundesliga-Vierte hatte sich als Gruppendritter in der Champions League noch in die Europa League gerettet. Nach einem 2:2 daheim gegen Real Sociedad San Sebastian hatte sich Tedescos Mannschaft am Donnerstagabend mit 3:1 in der Zwischenrunde bei den Spaniern durchgesetzt.

"Sie wissen sicherlich, dass ich gerne und am liebsten über Fußball spreche. Nur über Fußball", hatte Tedesco bei der Pressekonferenz am Mittwoch mit Blick auf eine mögliche Begegnung in der Runde der besten 16 gegen Spartak Moskau und die Ereignisse in der Ukraine gesagt: "Zu vielen anderen Themen habe ich mich nicht geäußert. Dieses Thema speziell ist schon etwas, das mich interessiert und das ich verfolge. Das ist ja klar." (dpa)