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Bus- und Bahnfahren in der Oberlausitz teurer

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Für Fahrten mit Bus und Bahn in der Oberlau­sitz müssen Fahrgäste mehr bezahlen. Seit heute gelten höhere Tarife im Gebiet des Verkehrs­ver­bundes ZVON. Einzel­fahrten verteuern dich um zehn bis 20 Cent. Auch Pendler müssen mehr zahlen. Der Maximal­preis für Monats­karten erhöht sich um zwei Euro auf 143 bzw. 118 Euro.  50 Cent mehr kostet  die Wochen­karte und die Tages­karte für fünf Personen in den Stadt­ver­kehren Bautzen und Görlitz.

Angehoben wurde außerdem der Preis für das „Flexx-Solo“, das beliebte  Schüler­frei­zeit­ti­cket. Es kostet nun 21 Euro und damit einen Euro mehr. Fahrrad­fahrer müssen sogar vier Euro mehr zahlen für die Fahrrad-Monats­karte. Neuer Preis: 20 Euro.

Die gern genutzte Vierer-Karte in den Stadt­ver­kehren gibt es  nicht mehr. Die Unter­nehmen wollen so langfristig Kosten sparen – durch den Abbau der Entwerter in den Straßen­bahnen und Bussen zu einem späteren Zeitpunkt. Als Alter­na­tive empfiehlt der ZVON den Kauf von Fahrscheinen über das Handy.  Darauf gibt es zehn Prozent Rabatt. Vielfahrer in den Städten könnten auch auf Zeitkarten umsteigen, ergänzt Andrea Radtke, Geschäfts­füh­rerin von Regio­nalbus Oberlau­sitz GmbH.

Die Verkehrs­un­ter­nehmen begründen den Dreh an der Tarif­schraube vor allem mit den gestie­genen Perso­nal­kosten.  Die Löhne hätten sich um mehr als sieben Prozent erhöht und bei den unter Vertrag genommen kleineren Busfirmen um über neun Prozent. Hinzu kämen steigende Instand­hal­tungs­kosten und Verbrau­cher­preise. All diese Faktoren könnten  nicht durch die gesun­kenen Kraft­stoff­preise kompen­siert werden, so Radtke.

Zuletzt waren die Fahrpreise im Gebiet des Verkehrs­ver­bundes Oberlau­sitz-Nieder­schle­sien vor zwei Jahren  erhöht worden.