CDU drückt bei Regierungsbildung aufs Gaspedal
Der Landesvorstand der sächsischen CDU hat den Weg für die Aufnahme erster Sondierungen zur Regierungsbildung freigemacht. Einen Tag nach der Landtagswahl sprach sich das Gremium nach einer Ergebnisanalyse am Montagabend für Gespräche mit SPD und Grünen aus. Damit kann Sachsens Ministerpräsident und CDU-Chef Stanislaw Tillich will entsprechende Einladungen an die Parteivorsitzenden aussprechen. Die erwarteten Gespräche dürften an diesem Dienstag auch Thema bei den Sitzungen der Landtagsfraktionen sein. CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer hatte die Aufnahme der Sondierungen noch in dieser Woche in Aussicht gestellt. „Wir haben eine ausgestreckte Hand. Uns geht es darum, jetzt Vertrauen zu bilden“, sagte er. Präferenzen für Rot oder Grün gebe es dabei erst einmal nicht.Sowohl SPD als auch Grüne zeigten sich für Gespräche offen. Sollten die Sondierungen zu erfolgreichen Koalitionsverhandlungen führen, müsste zumindest die Basis der sächsischen Sozialdemokraten einem Bündnis mit der CDU noch zustimmen. Die CDU war bei der Wahl am Sonntag trotz Einbußen wieder mit Abstand stärkste Kraft im Freistaat geworden.