Er war das Opfer: CDU-Landtagskandidat in Leipzig zusammengeschlagen
Blutergüsse und Hämatome überziehen sein Gesicht: Dieses Foto von sich hat jetzt der Grimmaer CDU-Landtagskandidat Volker Klostermann (52) veröffentlicht. Es zeige ihn nach einer brutaler Attacke am Wochenende, so Klostermann.
Er sei am Samstag gegen 15.15 Uhr mit seiner Frau und zwei Kindern im Auto auf dem Nachhauseweg gewesen. Vorm Hauptbahnhof hätten zwei Männer beim Überqueren der Ampel Blödsinn gemacht. „Da ich grün hatte und es nicht meine Spur betraf, fuhr ich langsam vorbei“, so der gebürtige Leipziger. Sekunden später habe jemand mit voller Wucht gegen das Auto getreten. „Ich bremste, weil ich dachte, jemand hat mir den Spiegel abgetreten.“
Als Klostermann ausstieg, habe ihm jemand unvermittelt zwei Mal ins Gesicht geschlagen. „Ich ging zu Boden und auf dem Boden trat der Angreifer noch mal auf mich nach.“ Auch Klostermanns Frau sei zum Fotografieren des Angreifers ausgestiegen und habe ebenfalls Schläge abbekommen. „Ich selbst hatte einen Blackout.“ Er sei erst später auf der Straße liegend zu sich gekommen. „Mein hinter mir sitzender 13-jähriger Sohn bekam alles mit und erzählte mir, was passiert war.“
Klostermann kam ins Krankenhaus, der Angreifer wurde geschnappt. „Ein polnischer, 44-jähriger Obdachloser mit fast 2 Promille im Blut, der wohl schon öfter aufgefallen war.“ Er sei polizeibekannt gewesen und wurde entlassen, noch bevor die Anzeige komplett aufgenommen gewesen sei, so Klostermann. Auch sein Knie habe bei dem Angriff etwas abbekommen, er werde das am Montag noch mal durchchecken lassen.
Der CDU-Politiker erklärt zu dem Angriff: „So man mich am 1. September in den Landtag wählt, werde ich alles daran setzen, dass solche Personen, egal, wen sie angreifen und straffällig werden, aus Deutschland ausgewiesen werden.“ Seiner Meinung nach sei der Ein- und Ausgang des Leipziger Hauptbahnhofes „extrem verbesserungswürdig“. Freilaufende Hunde, Camper, Drogendealer, Bettler: „Das alles muss endlich ein Ende haben, damit wir vor allem um unsere Kinder, Frauen und Rentner keine Angst mehr haben müssen“, so Klostermann.