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CDU-Politikerin Kudla in Fraktion nach umstrittenem Tweet unter Druck

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Die Leipziger CDU-Bundes­tags­ab­ge­ord­nete Bettina Kudla gerät wegen ihres umstrit­tenen Twitter-Kommen­tars zur Flücht­lings­lage in ihrer Fraktion unter Druck. Der Parla­men­ta­ri­sche Geschäfts­führer Michael Grosse-Brömer will jetzt mit Kudla sprechen. Sie soll erklären, was sie mit dem Nazi-Begriff „Umvol­kung“ verbindet, den sie am Wochen­ende in einem Tweet verwendet hatte. Ob Konse­quenzen gezogen werden, ist noch offen.Im Natio­nal­so­zia­lismus war mit „Umvol­kung“ die so genannte Germa­ni­sie­rung deutsch­freund­li­cher Bevöl­ke­rungs­gruppen in eroberten Gebieten Osteu­ropas gemeint. Den Begriff benutzen heute Rechts­ex­tre­misten, um die Migra­ti­ons­po­litik zu kriti­sieren. Grosse-Brömer nannte Kudlas Tweet „unsäg­lich“. „Das steht nicht für die CDU“, betonte auch CDU-General­se­kretär Peter Tauber. Die Sachsen-CDU bezeich­nete die Äußerung als „nicht nachvoll­zieh­bar“.  Kudla war schon vor zwei Wochen mit Äußerungen zum türki­schen Journa­listen Can Dündar in die Schlag­zeilen geraten. Sie hatte den verur­teilten Regie­rungs­kri­tiker in einem belei­di­genden Tweet als „Cansel Dünnschiss“ tituliert. Die gebür­tige Münch­nerin sitzt seit 2009 für den Wahlkreis Leipzig I im Bundestag.