Champions League: RB freut sich auf Real Madrid

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Die Champions-League-Auslosung zu verfolgen, ist für Domenico Tedesco nur ein schmuckes Beiwerk. «Der Fokus ist woanders», betonte der Cheftrainer von RB Leipzig am Donnerstag. «Aktuell habe ich andere Sachen im Kopf, die Bundesliga ist unser tägliches Brot», sagte der Coach nach der Sieglos-Serie zum Saisonstart mit nur zwei Zählern aus drei Spielen. Vorstandschef Oliver Mintzlaff freute sich hingegen am Bosporus auf das Los mit Real Madrid. «Die Gruppe mit Titelverteidiger und Rekordchampion Real Madrid sowie den amtierenden Landesmeistern Schachtjor Donezk und Celtic Glasgow ist eine spannende Herausforderung, die wir sehr gerne annehmen», sagte Mintzlaff nach der Auslosung der Europäischen Fußball-Union UEFA am Donnerstag in Istanbul. Er freue sich mit den Fans «auf magische Nächte!»

Internationale Erfahrungen sammelte RB schon mit Celtic Glasgow - 2018 in der Europa League. Die Leipziger verloren auf der Insel mit 1:2 und siegten daheim mit 2:0. In der Königsklasse ist es das erste Aufeinandertreffen. Bester Kenner der Schotten bei RB ist Co-Trainer Andreas Hinkel als einstiger Profi in Glasgow von 2008 bis 2011.

Doch erst stehen andere Aufgaben in der Liga an. Der VfL Wolfsburg kommt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) in die Red-Bull-Arena. «Vom Potenzial her hätte der VfL Wolfsburg seine Spiele anders zu Ende bringen können, aber auch ihnen hat bis dato etwas das Spielglück gefehlt», analysierte Tedesco die Wölfe.

Die Vorzeichen sind quasi gleich. Nach dem Fehlstart wolle er aber nicht viel schlecht reden bei seinem Team. «Ich war mit sehr vielen Sachen einverstanden», sagte Tedesco und betonte: «Wir sind ja die Ersten, die kritisch mit uns selbst sind. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, wollen punkten, sind extrem ehrgeizig. Das ist aber keine Sache, die neu ist.» Auch nicht die «Art und Weise», mit der RB in der Rückrunde Tabellenerster war. Denn Ballbesitzfußball solle weiterhin das Erfolgsrezept sein. (dpa)

Stabilität soll die zuletzt instabile Abwehr mit der Rückkehr von Stammkeeper Peter Gulacsi bekommen. Der ungarische Nationaltorwart hatte zuletzt Adduktorenprobleme und fiel im Union-Spiel (1:2) aus. «Bei Peter schauen wir von Tag zu Tag. Er ist bis jetzt beschwerdefrei, morgen werden wir die Belastungen nochmal höher schrauben, wir sind auf einem guten Weg», sagte Tedesco. Auch Willi Orban und Josko Gvardiol sind nach muskulären Beschwerden wieder voll ins Teamtraining eingestiegen.

Offen ist hingegen, ob Neuzugang Xaver Schlager gegen seinen Ex-Club sein Debüt im RB-Trikot feiern wird. «Jedes Spiel ist geeignet, um zu debütieren», sagte Tedesco vielsagend. Er bescheinigte dem Österreicher viel Qualitäten, auch sei das Verletzungsthema «jetzt passé. Er trainiert fleißig, ist am Limit, aber die anderen sind auch am Limit», erklärte der Trainer mit Blick auf die Konkurrenzsituation, die sich auch nach dem Abgang von Tyler Adams numerisch nicht verändert hat. «Aber das treibt uns voran», sagte Tedesco und schaut aufgrund des qualitativ hochwertigen Kaders nach vorn: «Die englische Wochen werden uns gut tun, dann wird es kein Thema mehr sein, lange Wochen mit nur einem Spiel. Aber da müssen wir aktuell jetzt durch.»

Kopfschmerzen bereite ihm allerdings der Ausfall von Lukas Klostermann. Er tue «extrem weh», sagte Tedesco. «Keine Ahnung, wie lange er noch ausfällt. Es wird Zeit brauchen. Da ist jetzt die Abwägung, ob wir noch einen Spieler dazu holen oder nicht. Da halten wir die Augen offen», ergänzte er. RB sondiere den Markt dahingehend, «wer uns sofort weiterhelfen könnte». Aktuell ist der sächsische Verein nach Ansicht von Tedesco in der Abwehr unterbesetzt. Es gebe «für drei Positionen fünf Spieler».