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Chaos bei der „Langen Lene“ geht weiter

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Die Bewohner der „Langen Lene“ haben immer noch kein Warmwasser. Wie uns Anwohner sagten, funktionieren außerdem weder Internet, noch Telefon oder Fernsehen.

Mit dem Eimer zur Wasserstelle

Am 2. Dezember hat ein Keller gebrannt, nachdem es dort bereits im November an anderer Stelle gebrannt hatte. Die Ursache steht bisher nicht fest, es wird Brandstiftung vermutet. Die über 80-jährige Bewohnerin Rosemarie Schreiber berichtet, dass sie nach dem Brand drei Tage ohne Trinkwasser war. Sie musste stattdessen von einem Hydranten Brauchwasser holen und es abkochen, bevor sie es benutzen konnte: „Das hätte besser organisiert werden müssen“, sagt Schreiber. Beim ersten Brand hätte es wenigstens noch täglich Trinkwasserflaschen gegeben. Seit Dienstag ist der Wasseranschluss im ganzen Haus wieder gewährleistet, teilte der Vermieter, die LWB, mit. Anwohner sagten uns aber, dass bei ihnen nur kaltes Wasser kommt.

Unter dieser Nummer nicht erreichbar

Es gibt im Haus aber noch weitere Probleme. Rosemarie Schreiber hat die Hoffnung trotzdem nicht aufgegeben: „Ich warte auf mein Telefon und meinen Fernseher, dass ich die wieder benutzen kann.“ Einige Bewohner haben sich deswegen auch schon eigene Antennen angeschafft, wie sie im Gespräch verraten haben. Auch Internet liege noch nicht wieder an, aber das sei für sie nicht so entscheidend, sagten einige ältere Bewohner. Das Haus ist mit über 300 Metern das längste in Leipzig und hat mehr als 1000 Bewohner.

Audio:

Lage an der "Langen Lene"