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„Chaotische Verhältnisse in Amtsgerichten“

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Der sächsi­sche Rechnungshof hat nach Infor­ma­tionen der „Dresdner Neuesten Nachrichten“ eine Reihe von Missständen bei der amtli­chen Betreuung hilfe­be­dürf­tiger Menschen festge­stellt. In einem internen Prüfbe­richt würden Fälle fehlender Kosten­kon­trolle sowie von mangelnden Kontakten der Betreuer zu anver­trauten Menschen aufge­listet. Teilen der Justiz stellten die Prüfer damit ein misera­bles Urteil aus, schreibt die Zeitung unter Berufung auf den ihr vorlie­genden Bericht. Das Justiz­mi­nis­te­rium verweise in einer Reaktion auf bereits angestrebte Änderungen und die Unabhän­gig­keit zustän­diger Gerichte. Die Rechnungs­prüfer hatten sich dem Bericht zufolge Vorgänge der Jahre 2007 bis 2011 angeschaut und waren auf teilweise chaoti­sche Verhält­nisse gestoßen, nicht zuletzt in den Amtsge­richten. So seien die Prüfer in Amtsge­richten etwa auf 18 Auszah­lungen mit falschen Beträgen von insge­samt 883 798,81 Euro gestoßen. Die Zahlungs­ver­pflich­tung habe in diesen Fällen nur bei 6227,74 Euro gelegen. Häufig hätten die Empfänger die Gerichte erst auf Fehler aufmerksam machen müssen.