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  • Die Mannschaft der BSG Chemie Leipzig lässt sich nach ihrem Heimsieg vor dem Fanblock feiern.

Eigentor, Elfer, Ekstase: Chemie dreht Spiel gegen CFC, Lok mit Arbeitssieg

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Vor ausverkauftem Haus im Alfred-Kunze-Sportpark hat die BSG Chemie Leipzig am Mittwochabend einen emotionalen und hart erkämpften Heimsieg gegen den Chemnitzer FC gefeiert. Von der ersten Sekunde an war die Stimmung da und trug die Mannschaft durch eine intensive Regionalliga-Partie, die bis in die Schlussphase alles bot.

Die ersten 45 Minuten

Chemnitz ging mit der gleichen Startelf ins Spiel wie zuletzt gegen Babelsberg, während Chemie im Vergleich dazu drei Änderungen vornehmen musste. Akono und Hope nahmen zunächst auf der Bank Platz, Horenburg fehlte (gelb)gesperrt. Dafür rückten Sanin, Mäder und Langner in die Anfangsformation. Die Hausherren starteten engagiert, das Spiel entwickelte sich schnell zu einer ausgeglichenen und körperbetonten Begegnung mit einem gleich verteilten Ballbesitz.

Den ersten Wirkungstreffer setzte jedoch der CFC. In der 10. Minute landete ein abgefälschter Ball unglücklich am Hinterkopf von Bell und von dort im eigenen Tor – die frühe Führung für die Gäste. Chemie ließ sich davon nicht beirren, kam im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit zu zwei guten Möglichkeiten, ließ diese aber ungenutzt. Die Partie blieb aggressiv geführt, Chemnitz kam vor allem über Standards zu Chancen und verzeichnete bis zur Pause vier Eckbälle. Kurz vor dem Halbzeitpfiff sorgte eine strittige Szene für Diskussionen, als Chemie ein aus Sicht der Grün-Weißen scheinbar eindeutiger Elfmeter verweigert wurde.

Die zweite Halbzeit

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv. Beide Teams schenkten sich nichts, Zweikämpfe bestimmten weiter das Geschehen. Die Partie kippte jedoch, als ein Chemnitzer Spieler nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz musste. Chemie nutzte die Überzahl und erhöhte den Druck spürbar. In der Schlussphase wurde der Einsatz belohnt: Nach einem Foul im Strafraum zeigte der Schiedsrichter diesmal auf den Punkt. Ratifo behielt die Nerven und verwandelte sicher!

Das Stadion war nun endgültig da, und nur wenige Minuten später folgte der Höhepunkt des Abends. Lihsek schob den Ball flach und unscheinbar, fast schon als Kullerball, ins Tor und drehte die Partie komplett. Spätestens jetzt hielt es niemanden mehr auf den Sitzen, der Alfred-Kunze-Sportpark explodierte förmlich.

Happy End

Am Ende steht ein umjubelter Heimsieg und drei enorm wichtige Punkte für Chemie Leipzig, die damit erneut Moral und Comeback-Qualitäten bewiesen. Nach dem Rückstand, dem unglücklichen Eigentor und einer hitzigen Partie belohnten sich die Grün-Weißen vor eigenem Publikum – und zeigten, warum der AKS an solchen Abenden zu den lautesten und emotionalsten Stadien der Liga gehört.

Spitzenreiter Lok Leipzig setzte sich parallel mit 1:0 bei Meuselwitz durch - der dritte Sieg infolge.
 

Audio:

Cheftrainer Alexander Schmidt über den Heimsieg.
Torschütze Stanley Ratifo über das Spiel.