Chemie gewinnt 3:0, vorher gab‘s ‘ne Massenschlägerei mit vielen Verletzten
Kurz vorm Sachsenpokal-Spiel zwischen Chemie Leipzig und der SG Weixdorf gab es am Sonntag offenbar eine Auseinandersetzung zwischen Fanblöcken. Nach ersten Angaben der Polizei sollen mehr als drei Dutzend Anhänger von Chemie einem Fanbus aus Weixdorf bzw. mutmaßliche Fans davor attackiert haben. Zu dem Vorfall kam es demzufolge am Leipziger Alfred-Kunze-Sportpark.
Mindestens acht Personen hätten anschließend medizinisch versorgt werden müssen, sieben davon ambulant. Ein Mann kam in ein Krankenhaus. Die Polizei rückte innerhalb kürzester Zeit mit mehreren Dutzend Einsatzkräften an - auch unterstützt von der Bundespolizei - und trennte beide Lager. Weitere Ermittlungen zu den Hintergründen wurden aufgenommen.
Die Polizei teilte dazu im Nachgang noch mit: „Wir gehen Hinweisen nach, wonach das Zeigen von Bekleidung eines im rechtsextremen Milieu beliebten Labels einiger Fans des SG Weixdorf zur Attacke auf diese führte.“
Ähnliches erklärte der Sprecher von Chemie, Stefan Schilde, nach dem Spiel: „Bekannt geworden ist uns bisher, dass eine größere Personengruppe, die mit einem dritten, nicht von der SG Weixdorf organisierten Bus anreisten, Devotionalien von nicht am Spiel beteiligten Vereinen sowie eindeutig dem rechtsradikalen Spektrum zuzuordnende Kleidungsstücke zeigten.“ Laut Aussagen von Weixdorfer Fans hätten die betreffenden Personen nicht zu den Anhängern der SG Weixdorf gehört.
Sportlich wurde es dann trotz großem Kampf der Gäste eine relativ klare Sache: Chemie gewann vor rund 2000 Zuschauern mit 3:0 (1:0) und steht damit im Achtelfinale. Die nächste Sachsenpokalrunde-Runde wird am Dienstag ausgelost.