Journalist nach Leipziger Derby verletzt
Lok Leipzig hat das Stadtderby gegen BSG Chemie Leipzig am Sonntag mit 0:2 verloren. Knapp 11.000 Zuschauer verfolgten die Partie im Bruno-Plache-Stadion. Die beiden Treffer für die Gäste fielen bereits in der ersten Halbzeit durch Philipp Harant (14.) und Denis Jäpel (45.). Insgesamt agierten die Hausherren zu harmlos wie schon die ganze Saison. Für beide Teams ändert sich nicht viel, sie können weder noch auf- oder absteigen: Lok bleibt mit 37 Punkten auf Platz 13 der Regionalliga-Nordost, Chemie hat mit dem SIeg jetzt 46 Punkte auf dem Konto und verbesserte sich auf Rang 8.
Die Polizei war mit vier Hundertschaften, einer Reiterstaffel, einer Wasserwerferstaffel und einem Hubschrauber vor Ort und zog am Sonntagabend ein positives Fazit: Das als Hochrisikospiel eingestufte Derby sei störungsfreier als die der letzten Jahre gelaufen.
Lediglich nach dem Spiel habe es einen Zwischenfall gegeben. Etwa 50 Lok-Fans hätten im Bereich der Prager Straße versucht, eine Polizeisperre zu durchbrechen. Zur Abwehr sei auch vereinzelt Pfefferspray eingesetzt worden. Wie die Polizei am Montagnachmittag nachberichtete, wurde ein freier Journalist verletzt. Der 28-Jährige wurde im Bereich der Prager Straße/ Nieritzstraße auf einem Parkplatz eines Supermarktes von mehreren Personen angegriffen und dabei so verletzt, dass er in eine Klinik kam. Die Ermittlungen dauern an, es sei umfangreiches Videomaterial gesichert worden.
Letztlich seien mehr als ein Dutzend Straftaten regisriert worden: unter anderem Verstöße gegen das Versammlungsrecht, eine gefährliche Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und verbotene Verwendung von Pyrotechnik.