• Mitglieder des Organisationsbüros jubeln nach der Bekanntgabe. © Jan Woitas/dpa

    Mitglieder des Organisationsbüros jubeln nach der Bekanntgabe. © Jan Woitas/dpa

  • Grafik: Team Chemnitz2025

    Grafik: Team Chemnitz2025

Chemnitz ist Europas Kulturhauptstadt 2025

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Chemnitz ist Kulturhauptstadt 2025. Das gab die Jury am Mittwochnachmittag bekannt. Die Stadt konnte sich damit in der Schlussphase der Bewerbung gegen Hannover, Hildesheim, Nürnberg und Magdeburg durchsetzen können. In Kategorien wie Kulturstrategie, künstlerisches und Kulturprogramm, die europäische Dimension oder auch wie man Bevölkerung und Zielgruppen einbindet, hatte Chemnitz mit seiner Bewerbung für die Jury die Nase vorn. Vor allem das Einbeziehen der Chemnitzer habe einen starken Eindruck bei der Jury hinterlassen, so die Juryvorsitzende Sylvia Amann.

Für Chemnitz bedeutet das neben einem Imagegewinn auch eine finanzielle Förderung: der Freistaat hat 20 Millionen Euro zugesichert, um die verschiedenen Projekte umzusetzen. Unter anderem sollen hunderte Garagen in Chemnitz neu belebt werden. Außerdem ist ein Kulturzentrum in der alten Hartmannfabrik in der Innenstadt, eine Friedensfahrt oder auch eine Kunstaktion mit den umliegenden Städten und Gemeinden geplant. Alle Projekte finden sich auch im Bewerbungsbuch. Ministerpräsident Kretschmer gratulierte in einer Videobotschaft und betonte noch einmal, dass die sächsische Regierung ihren Beitrag leisten möchte, damit das Jahr 2025 zu einem ganz besonderen wird.

Audio:

Kulturminister Barbara Klepsch war mit in der Stadthalle, um die Verkündung live zu verfolgen:

Die Juryvorsitzende Sylvia Amann verkündigte am Mittwochnachmittag das Ergebnis:

Der neue Oberbürgermeister Sven Schulze bezeichnete den Titel als Imagegewinn für die Stadt:

Die Verkündung

Projektleiter Ferenc Czák bedankte sich bei seinem Team und allen, die an der Bewerbung mitgewirkt haben: "Das war ein tolles Gefühl, mit so vielen Menschen aus der Kreativszene gemeinsam zu arbeiten. Über 150 Personen haben an dem (Bewerbungs)-Buch gearbeitet. Das ist unsere Visitenkarte, die wir an Europa abgeben." Im nächsten Monat werde es Verhandlungen mit dem Freistaat und dem Bund geben, um herauszufinden, wie klar die Versprechungen sind und wann diese eingelöst werden können. Als zweites habe sein Team vor, eine GmbH im zweiten Quartal 2021 zu gründen. Diese sei Zentrum der Bewerbung, die entsprechenden Vorlagen bereits vorbereitet. Die einhundertprozentige Arbeitsfähigkeit sollte im dritten Quartal 2021 erreicht werden. Den Kollegen aus den ausgeschiedenen Städten wünschte er alles Gute beim Umsetzen ihrer Alternativpläne.

Das Ergebnis der Jury muss noch von der Kultusministerkonferenz bis Ende des Jahres bestätigt werden.