• Ferenc Csák uns sein Team müssen nachbessern. Foto: Ernesto Uhlmann/ Archiv

    Ferenc Csák uns sein Team müssen nachbessern. Foto: Ernesto Uhlmann/ Archiv

Chemnitz muss Kulturhauptstadt-Bewerbung nachbessern

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Chemnitz muss bei seiner Bewerbung um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt“ nachbessern - und die Ereignisse nach dem gewaltsamen Tod eines 35-Jährigen im August 2018 berücksichtigen. Das geht aus dem Prüfbericht der Expertenkommission für die Vorauswahl der deutschen Kandidaten hervor.

Die Bewerbung gehe nicht auf die Bedeutung und die Konsequenzen der Proteste im Sommer 2018 aus europäischer Perspektive ein, schreiben die Juroren. Die kulturelle und künstlerische Vision und das Programm müssten weiterentwickelt werden, um die Herausforderungen der Stadt - einschließlich der Ereignisse im Sommer 2018 - mit einer klaren europäischen Darstellung und internationalen Partnern konkreter und angemessener anzugehen.

Die Kommission bemängelte, dass die Bewerbung unzureichend auf die Zeit nach 2025 eingeht und die Zusammenarbeit mit Tschechien und Polen zu unkonkret ist. Überdies müsse Humor in Verbindung mit früheren totalitären Regimen mit Sorgfalt eingesetzt werden. "Darüber hinaus beinhaltet das Programm keine überzeugenden Höhepunkte, um Europäer und internationale Gäste anzuziehen, und das muss für die Endauswahl verstärkt werden", so die Juroren.

Chemnitz war am 12. Dezember neben Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg in die Endauswahl gekommen. Die überarbeitete Bewerbung muss bis 31. Juli eingereicht werden. Die Entscheidung über den deutschen Ausrichter als Europas Kulturhauptstadt 2025 fällt die Kommission auf ihrer Sitzung vom 21. bis 23. September in Berlin. "Die Anregungen arbeiten wir gerne in unser zweites Bewerbungsbuch ein", sagte der Chemnitzer Projektleiter Ferenc Csák. (dpa)