City-Tunnel wird feierlich eröffnet
Nach über zehn Jahren Bauzeit wird am Samstag der Leipziger City-Tunnel feierlich eröffnet. Es wird mit einem riesigen Andrang gerechnet. Steigende Kosten und längere BauzeitEigentlich sollte der Tunnel 2009 eröffnet werden, doch es gab immer wieder Probleme beim Bau. Das hat auch zu einer Kostenexplosion geführt. Statt 470 Millionen Euro hat der Tunnel fast eine Milliarde gekostet. Das kritisierte auch der Sächsische Rechnungshof in seinem bereits 2011 vorgelegten Bericht. Der Freistaat Sachsen zahlt rund 500 Millionen Euro für den City-Tunnel, den anderen Löwenanteil teilen sich EU und Bund. Leipzig beteiligt sich mit 11 Millionen Euro, die Deutsche Bahn mit 18 Millionen Euro. Die erste Idee zur unterirdischen Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Bayrischen Bahnhof entstand bereits vor 100 Jahren. Aber erst 2003 haben dann die Bauarbeiten für den City-Tunnel begonnen. Viele Promis bei Eröffnung dabeiDer offizielle Festakt auf der Bühne am Hauptbahnhof beginnt um 13.15 Uhr. Mit dabei sind unter anderem Wirtschaftsminister Sven Morlok, Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Bahnchef Rüdiger Grube und Oberbürgermeister Burkhard Jung. Gefeiert wird ab dem Nachmittag mit einem großen Bürgerfest. Um 15.00 Uhr steht noch die Eröffnung des Service-Zentrums "S-Punkt" in der Station Markt an. Kostenlose Fahrten durch den City-TunnelVon 15.00 Uhr bis 21.00 Uhr finden kostenlose Pendelfahrten für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger statt. Ein- und Ausstieg sowie Informationsmöglichkeiten gibt es in allen unterirdischen City-Tunnel-Stationen (Hauptbahnhof tief, Markt, Wilhelm-Leuschner-Platz und Bayrischer Bahnhof). Die S-Bahnen pendeln dabei im 15-Minuten-Takt auf der rund vier Kilometer langen Strecke. Ab Sonntag müssen Reisende mit der Deutschen Bahn dann nicht mehr um die Stadt herumfahren. Das bringt auf einigen Strecken eine Zeitersparnis von bis zu 40 Minuten. Auch das Umland ist mit dem neuen S-Bahn-Netz viel besser angeschlossen worden. Obwohl der City-Tunnel eigentlich für den Fernverkehr vorgesehen war, wird in absehbarer Zeit kein ICE durch die Röhren fahren.