- Stiftungschef Anselm Hartinger im "Forum 1813" an dem polnischen Heiligtum, dem Sattel des Nationalhelden Józef Antoni Poniatowski.
Darum besuchen immer besonders viele Polen das Völkerschlachtdenkmal
Rund 300.000 Besucher werden jedes Jahr im Leipziger Völkerschlachtdenkmal gezählt. Haben Sie eigentlich gewusst, dass sich unter ihnen ganz besonders viele Polen befinden? Und das hat auch einen ganz besonderen Grund …
Polnischer Nationalheld ist in Leipzig gestorben
Im „Forum 1813“ am Völkerschlachtdenkmal befinden sich in Glasvitrinen diverse historische Ausstellungsstücke. Eins davon ist der Sattel des polnischen Nationalhelden Józef Antoni Poniatowski (1763-1813). „Ein Objekt, wo ganz viele Menschen aus Polen kommen, um das anzuschauen“, erzählt Anselm Hartinger, der Geschäftsführer der Völkerschlachtstiftung. „Am liebsten würden sie den Sattel auch berühren.“
Poniatowski war ein Heerführer von Napoleon. Er habe überall für ihn gekämpft. „Auch in der Völkerschlacht bei Leipzig.“ Denn er habe die Hoffnung gehabt, das Königreich Polen mit seinen Gefolgsleuten wieder herzustellen. Das klappte jedoch nicht. In der Völkerschlacht sei er dann verwundet und zum Marschall ernannt worden. Eine große Ehre. „Und dann ist er am 19. Oktober 1813 mit seinem Pferd gestürzt und in den Elstermühlgraben gestürzt, als die Brücke gesprengt wurde.“
Sein Sattel aber tauchte wieder auf. Er blieb als Erinnerung an den tapferen polnischen Helden zurück. Und heute kommen deshalb ganz viele polnische Touristen nicht nur um sich das Völkerschlachtdenkmal anzuschauen, sondern eben jenen Sattel …
